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Ömchen Lisa

Als wir unser Ömchen Lisa Anfang 2000 zusammen mit Maggy aus dem Tierheim holten, hieß es, sie wäre schon recht alt. Sie war auch schon fast taub, sehr langsam und bedächtig in ihren Bewegungen und fast blind (eins ihrer Augen war verletzt, Anfang 2005 mussten wir es ganz entfernen lassen, da es einen Tumor hatte). Es hieß, sie wäre ca. 4 - 5 Jahre alt, ihre dicken verhornten und krummen Krallen und ihr eher schlimmer Allgemeinzustand ließen vermuten, dass sie so alt war, auch unser Tierarzt hatte sie Damals auf 4 - 5 geschätzt. Sie hatte wirklich alle Macken, die man bei einem alten Tier erwarten würde. Sie verschlief fast jede Mahlzeit, blieb bei der Fütterung wo sie ist und wartete bis ihr das Fressen ins Mäulchen geschoben wurde, sie bekam oft nicht allzuviel mit, aber ist gerade durch ihre Macken und ihre Verschrobenheit war sie hier der erklärte Liebling.

Mit der Zeit wurde sie zunehmend und zusehends älter - und sie wurde wirklich richtig alt. Sie wurde buckelig, ihre Beinchen wurden steifer, sie wurde tüddeliger und wirkte fast greise (und weise?). Gefressen hat sie aber nach wie eine siebenköpfige Raupe, in der Gruppe war sie voll akzeptiert und wurde von nahezu allen anderen Gruppenmitgliedern in Ruhe gelassen oder ganz normal behandelt, sie wurde immer Älter und immer öfter dachten wir, dass dieses Tier einfach vergessen hat, dass es irgendwann sterben muss. Ich denke - nein hoffe - dass sie sich bis zu Ihrem Ende wohl gefühlt hat.

Das Ende war allerdings dann doch eher schrecklich, ihre Hinterbeine versagten ihren Dienst, sie legte sich auf die Seite und stand nicht mehr auf. Dabei war sie aber so munter wie immer, schrie nach Futter und fraß weiter um sich zu. Immer noch war sie nicht bereit zu gehen, obwohl es an der Zeit für sie war, aber die alte Dame hatte einfach keine Lust zu sterben. 3 Tage haben wir sie liebevoll gepflegt, sauber gehalten und gefüttert, aber wir mußten einsehen, dass es so keinen Sinn mehr hat, ihr kleiner Körper verkrümmte sich, ihre Haut war gereizt, ihre Beinchen schwollen etwas an und sie bekam eine unnatürliche und sicher dann auch schmerzhafte Körperhaltung, es hätte nicht mehr lange gedauert und ihre Haut wäre geplatzt und sie wäre bei lebendigem Leibe... ich möchte es mir nicht weiter vorstellen. An einem sonnigen Montagmorgen halfen wir Oma Lisa über die RBB. Sie wurde auf ein kuscheliges Handtuch in ein Heubett gelegt, um sie herum gab es Gras, Löwenzahn, Giersch, Spitzwegerich und was die Wiese hergibt und sie frass nochmal mit Begeisterung und spührte den Tod nicht kommen, sie starb wirklich mit Gras und Löwenzahn im Maul. Und es ging langsam, ihr starkes Herz hat sich gewehrt, sie wollte nicht sterben, sie sah es gar nicht ein - aber es mußte dann doch sein.

Wir sind unendlich traurig und werden dich sehr vermissen kleine Oma Lisa.

Deine Zweibeiner Sascha und Christine, deine Meeriefreunde Timbu Oberbrommsler, Quantenbit, Candy, Flitze, Alaska, Nalani, Leilani, Wieselchen und Feng.

Oma Lisa, eingezogen am 16.03.2000, auf den Weg zur RBB machte sich am 24.07.2006

Eine ganz normale Stunde im Leben von Oma Lisa - so war unsere kleine Oma.

Hallo 2Bein, ich bin wach und fange gerade an darüber nachzudenken..... Lisa
Lisa ....wo es hier wohl Futter gibt - also da ist schonmal nix...
.... aber da oben wittere ich was..... Lisa
Lisa .... vielleicht auf der anderen Seite vom Gehege?
.... mal den Kopf etwas höher und laut muigen ....das hilft immer gegen Hunger... Lisa
Lisa .... kommt immer noch nix - ich muss wohl doch die Möhre suchen gehen, irgendwo muss es ja was geben....
.... ja geschafft - hier gibts Möhre schlabbermapfmuig Lisa
Lisa .... jetzt noch ein paar Heuhalme einziehen ....
.... und nun gehe ich wieder und suche mir einen kuscheligen Schlafplatz Lisa