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Trockenfutter, Fertigfutter, Alleinfutter für Meerschweinchen?

Natürliche Meerschweinchenernährung
Inhalt von handelsüblichen Fertigfuttermischungen
Wie passen diese Bestandteile in zu den natürlichen Bedürfnissen der Tiere?
Wie sieht die gesunde Ernährung von Meerschweinchen aus?
Welches "Trockenfutter" kann angeboten werden?
Warum wird Fertigfutter oder Alleinfutter verfüttert?
Benötigen Meerschweinchen Fertigfutter?
Warum behauptet viele Halter ihre Tiere würden abnehmen oder krank werden ohne handelsübliches Fertigfutter?
Welche negativen Folgen hat das Verfüttern minderwertiger Fertigfuttersorten?
Inhaltsstoffe einzelner Fertigfuttersorten
Trockenfutterliste

Natürliche Meerschweinchenernährung

Zuerst sollten wir uns kurz mit den natürlichen Bedürfnissen und der Verdauung von Meerschweinchen vertraut machen. Die Wildform unserer Hausmeerschweinchen bewohnt in den Anden/Peru karge Gegenden, ihre hauptsächliche Nahrung sind Gräser, Kräuter, Zweige und Blätter. Auch wenn unsere Meerschweinchen sich optisch doch sehr von ihren wilden Verwandten unterscheiden, ihre Verdauung funktioniert immer noch nach dem gleichen Prinzip, ihre Nahrungsbedürfnisse sind nahezu die Gleichen und von daher werde ich diese Bedürfnisse kurz erläutern. Meerschweinchen haben einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm, der keine Peristaltik aufweist. Die Verdauung von Meerschweinchen funktioniert also nur, wenn das Tier ständig frisst, dabei viel Rohfaser aufnimmt und die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt werden, nach dem Prinzip : oben rein, unten raus. Es werden über den Tag verteilt ca. 60 - 70 Mahlzeiten aufgenommen. Ihre Zähne wachsen Zeitlebens und sind auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen. Sie sind nicht auf den Abbau stark Stärkehaltiger Nahrungsmittel ausgelegt. Ausführliche Informationen zur Verdauung finden Sie hier: Anatomie Meerschweinchen.

Das gesündeste und wichtigste Nahrungsmittel für Meerschweinchen wäre Gras/bzw eine Mischwiese mit verschiedenen Gräsern und Kräutern. Aber da wir Gras/Kräuter frisch in der Heimtierhaltung nicht unbegrenzt und immer frisch anbieten können, ist die Alternative getrocknetes Gras, also Heu. Heu hält den Darm in Schwung da es durch den großen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird, es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne wenn es zermahlen wird und es enthält obwohl es getrocknet ist noch viele Mineralien und Vitamine. Frisches Gras enthält allerdings wesentlich mehr Vitamin C als getrocknetes, andere benötigte Vitamine syntetisieren die Meerschweinchen im Blinddarmkot und nehmen sie mit dem Blindarmkot wieder auf. Die Fähigkeit Vitamin C zu speichern ist den Meerschweinchen verloren gegangen, warum wir darauf achten müssen, ihnen diese Vitamine mit Kräutern und Frischfutter zu zuführen. Vitamin C Liste

Aus den Erläuterungen über die natürliche Ernährung von Meerschweinchen entnehmen wir schon, dass sie nicht zu den Getreidefressern gehören wie z. B. andere Nager (Mäuse, Ratten, Hamster) und sie sich in erster Linie vegan (ohne zusätzliche tierische Eiweiße) ernähren.

Inhalt von handelsüblichem Fertigfutter

Sehen wir uns herkömliche Fertigfutter einmal genauer an, folgende Bestandteile enthalten die meisten handelsüblichen Fertigfuttermischungen für Meerschweinchen (sie werden auch teilweise als Alleinfutter angeboten):
  • Pellets aus Heu, Kräuter
  • Pellets aus Gemüse oder Obst
  • Pellets aus Getreide mit Zusatzstoffen wie Melasse, Sojaschrot, Luzernemehl etc
  • Getreide/Mais in Form von Körnern, Flocken, Flakes, Schrot und Pellets
  • Obst, Hülsenfrüchte und Gemüse getrocknet, aufgepoppt oder gepresst
  • Melasse/Zucker/Honig
  • Nüsse/Kerne
  • Pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse
  • Milch, Eier; tierisches Eiweiß
  • div. Zusatzstoffe die nicht näher definiert sind sowie Konservierungsstoffe und Vitamine und Mineralien
Genauere Angaben finden Sie hier.

Wie passen diese Bestandteile in zu den natürlichen Bedürfnissen der Tiere?

Pellets aus Heu / Gras / Kräutern
Diese Pellets bestehen aus zermahlenem, getrocknetem Gras (Heu), häufig mit einem Kräuteranteil.

Diese Pellets werden mit den Vorderzähnchen zerkleinert und/oder mit den Backenzähnen zerquetscht. Somit dienen Sie nicht dem natürlichem Backenzahnabrieb, der nur durch die langsame Mahlbewegung gefördert wird. Das Zerquetschen mit den Backenzähnen reizt die Kiefermuskulatur. Stark gemahlene / pulverisierte Rohfaser sorgt für eine Verkürzung der Darmpassage, was zu eine unzureichenden Aufspaltung der Nahrung führt, Nährstoffe werden nicht ausreichend aufgenommen. Ursprünglich wurde angenommen, dass die Verweildauer von Futter im Darm länger ist, wenn keine Rohfaser den Darm füllt. Aber Untersuchungen zeigen, dass das Darmvolumen durch Pelletfütterung abnimmt. Zwar sorgt viel grobe Rohfaser für einen gleichmäßigen, aber nicht immer unbedingt für einen schnellen Transport des Nahrungsbreies durch den Darm. Die Rohfaser sollte nur in grob zerkleinerter Form vorliegen, nur grobe Rohfaser sorgt für einen langsamen Transport der Nahrung durch den Darm. So können Nährstoffe gut aufgeschlossen werden. Werden sehr viele dieser Pellets in kurzer Zeit gefressen, sind die Tiere zu schnell satt und fressen wesentlich weniger Heu. Durch die Aufnahme von viel Trockenmaterial entziehen die Pellets dem Körper während des Verdauungsvorganges Flüssigkeit und können so ebenfalls Nierenprobleme begünstigen. Alle Pellets aus Gras/Heu/Kräutern enthalten extrem viel Kalzium, was Blasenschlamm und Steine begünstigt.

Pellets aus Gemüse / Obst
Diese Pellets bestehen aus Trester. Es handelt sich um die Reste der Saftherstellung. Werden Früchte und Gemüse die für die Saftherstellung ausgepresst, bleibt der Trester übrig, dieser wird dann in Stäbchen gepresst und getrocknet.

Diese Stäbchen enthalten im Vergleich zu frischem Gemüse relativ viel Stärke, sowie verschiedene Zuckerarten und kaum noch Vitamine und Mineralien. Sie quellen oft im Magen auf, machen die Tiere zu satt. Der hohe Kohlenhydratanteil sorgt bei massiver Aufnahme für Übergewicht, bei mäßiger Gabe kommt es nur zu einem hohen Blutzuckerwert und Fehlgärung im Darm.

Pellets mit Zusatzstoffen wie Getreide/Honig/Melasse
Diese Pellets bestehen meist aus Luzernegrünmehl vermischt mit Getreidebestandteilen, verklebt mit Melasse, sie enthalten oft Melassetrockenschnitzel, sowie eine Vitamin und Mineralstoffmischung

Diese Pellets machen die Tiere in erster Linie zu schnell satt, die Tiere nehmen weniger Heu auf. Der natürliche Abrieb der Backenzahnabrieb ist somit nicht mehr ausreichend gewährleistet. Manche Pelletarten quellen im Magen der Tiere stark auf und belasten die dünnen Magenwände. Die enthaltene Rohfaser ist ebenfalls stark vermahlen, dadurch verändert der Pelletbrei die Darmpassage des Speisebreis, die Nährstoffe der Nahrung werden nur unzureichend aufgenommen. Werden sehr viele Pellets in kurzer Zeit gefressen, sind die Tiere zu schnell satt und fressen wesentlich weniger Heu. Wird wenig Rohfaser in Form von Heu aufgenommen, verbleibt der Futterbrei dieser Pellets zu lange im Dickdarm und sorgt für einen Anstieg des PH Wertes. Andererseits wird Stärke im Darm nur teilweise in Mehrfachzucker umgewandelt, es dient Hefen als Nahrung und kann im Darm zu Fehlgärung (Blähungen) führen. Stärke/Mehrfachzucker wird nur unzureichend in Einfachzucker aufgespalten und in der Form als Energie aufgenommen, ein Teil der Stärke gelangt unaufgeschlossen in den Dickdarm und dient dort Bakterien wie Coli und Hefen als Nahrung.

Kräuterpellets z. B. aus Luzerne, Löwenzahn oder Petersilie
Diese Pellets bestehen meist aus zermahlener Luzerne und verschiedenen anderen Kräutern, häufig mit einem kleinen Anteil an Melasse oder Getreide als Bindemittel.

Eine Überversorgung mit Kalzium ist durch Konzentratfütterungen mit Luzernepellets oder/ und Petersilie möglich, diese Kräuter (getrocknet) und entsprechende Pellets sollten daher nur selten verfüttert werden. Ansonsten haben diese Pellets ebenfalls die negativen Nebenwirkungen wie die oben genannten Graspellets.

Zusatzinfo zu den Pellets:
Es muss bei Pellets zwischen heißgepressten und kaltgepressten Pellets unterschieden werden.
Bei heißgepressten Pellets werden die Inhaltsstoffe stark erhitzt und dann zu Pellets gepresst. Diese Pellets haben meist eine sehr glatte Oberfläche, sind hart und haben einen stark vermahlenen Rohfaseranteil. Bei der Herstellung gehen wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe verloren, diese werden anschließend als künstliche Mischung wieder auf die Pellets aufgebracht und sind dort sogar meist als glatter Film über den Pellets zu erkennen. Kaltgepresste Pellets werden lediglich angefeuchtet und ggf mit einem Bindemittel versehen und kalt in Pelletform gepresst. Sie haben meist eine rauhe Oberfläche und lassen sich leicht zerbrechen. Der Rohfaseranteil ist häufig grober und sie enthalten natürliche Vitamine und intakte Pflanzenfasern und sekundäre Pflanzenstoffe.

Keine Selektion möglich:
Bei der Aufnahme von Pellets können die Tiere nicht selektieren. Sie müssen den ganzen Pellet fressen und damit alle Inhaltsstoffe zu sich nehmen. Früher wurde einmal angenommen, man müsste die Tiere so dazu zwingen sich ausgewogen zu ernähren, heute weiß man, das Meerschweinchen sich selbstständig ausgewogen ernähren, wenn sie die Möglichkeit der Futtermittelauswahl bekommen (eine große Auswahl an Grünfutter, Gemüse, Raufutter).

Beachten Sie bitte auch diesen Versuch zum Thema Pellets:
Quellversuch mit Pellets und Trockengemüse

Getreide/Mais, gemahlen oder als ganzes Korn
Der Getreidekern, sowie Mais sind stark stärkehaltig. Diese stärkehaltigen Nahrungsmittel machen die Tiere sehr satt und sorgen bei durchgehender Aufnahme für Übergewicht, bzw. Leberverfettung und bewegungsunlustige Tiere (durchgehend bedeutet: wenn sie zur freien Verfügung angeboten werden). Es wird zu wenig Heu und Grünfutter aufgenommen, dadurch ist der Backenzahnabrieb nicht mehr ausreichend gewährleistet und die Flüssigkeitszufuhr wird eingeschränkt. Die Kiefermuskulatur wird beim Kauen von Getreide sehr stark belastet - Kieferreizungen bis hin zu Abszesse nkönnten eine Folge davon sein. Mehrfachzucker gelangt unaufgeschlossen in den Dickdarm und sorgt dort sorgt für Fehlgärungen und Blähungen es dient Hefen und Bakterien wie Coli als Nahrung. Die langen Molekülketten von Getreidestärke können nur mittels Enzymen (Amylase und Maltase) aufgespalten werden. Da Meerschweinchen aber von Natur aus keine Stärkefresser sind (sie haben keinerlei Zugang zu Getreidefeldern oder stärkehaltigen Getreidekörner - diese gehören nicht zu ihrem Futterspektrum), findet sich im Darm der Meerschweinchen also natürlicherweise keine großen Mengen der für die Aufspaltung von Polysaccariden (also beim Getreide Amylose und Amylopektin, diese muss man sich als lange Molekülketten vorstellen) nötigen Enzyme. Getreideschrot findet sich in Pellets nur in stark zermahlener Form, die Rohfaser aus diesem Pelletpulver erfüllt nicht mehr den Zweck, den grobfaserige Rohfaser erfüllen würde. Zugaben von Schrot um den Rohfasergehalt der Nahrung anzuheben sind also nutzlos und reine Augenwischerei.

Getreide sollte nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden.Dinkel, Gerste und Hafer sind in kleinen Mengen bei Außenhaltung und kranken Tieren die stark an Gewicht verlieren sinnvoll. Wesentlich besser als das ganze Korn wird Getreide als Flockenkost verwertet. In Flocken ist die Stärke aufgespalten und leichter verdaulich und sie können besser im Maul zermahlen werden.

Obst/Gemüse getrocknet
Getrockenetes Gemüse quillt im Magen der Tiere sehr stark auf und kann die Magenwände belasten. Bei Überfütterung kann es sogar zu einer gefährlichen Magenüberladung oder Verstopfung kommen. Wird nicht gleichzeitig viel Heu und Wasser aufgenommen, kommt es zu Verstopfung. Getrocknetes Obst und Gemüse ist stark zuckerhaltig und je nach Zucker- und Säuregehalt kippt der PH Wert - das kann eine ausgleichende Funktion haben und leicht ansäuernd wirken, es kann aber auch basisch wirken. Der enthaltene Mehrfachzucker dient gramnegativen Bakterien und Hefen im Darm als Nahrung. Wird dauerhaft viel Trockengemüse aufgenommen, kommt es zu einem zu hohen Blutzuckerspiegel und in der Folge zu Diabetes. Getrocknetes Gemüse kann im Winter bei Tieren mit Gewichtsabnahme in geringen Mengen als Beifutter gereicht werden.

Verarbeitete Bestandteile wie Flakes, aufgepopptes Gemüse und Getreide etc.
Sie entsprechen weder in Form noch von der Konsistenz her den natürlichen Bedürfnissen der Tiere. Gerade Getreide wird gern "aufgeschlossen" also erhitzt und zerkleinert oder zu Flocken gepresst. In der Tat kann dann die enthaltene Stärke besser verdaut werden, aber trotz dieser Behandlung gehört Getreide nicht zum natürlichen Futtersprektrum von Meerschweinchen und der enthaltene Stärkeanteil ist zu hoch.

Johannisbrot
Johannisbrot besteht bis zu 50 % aus Zucker, der Rest besteht zu etwa 35% aus Stärke, Fett und Eiweiß. Der hohe Zuckergehalt impliziert schon, dass Johannisbrot ein seltenes Leckerchen bleiben sollte.

Melasse/Zucker/Honig, Milch, Eier, tierisches Eiweiß, tierische Nebenerzeugnisse
Diese Zusatzstoffe gehören nicht zum natürlichen Futterspektrum der Tiere, sie machen unnötig dick und satt und sorgen für einen Abfall des natürlichen PH Wertes des Darmes. Zucker, oft in Form von Melasse, aber auch als Honig, wird den Tiernahrungsmitteln beigegeben, um die Futtermittelakzeptanz bei den Tieren zu erhöhen, Süßes schmeckt unseren Tieren ist aber für sie schwer zu verdauuen. Tierische Bestandteile sind sie für reine Veganer wie Meerschweinchen nur schwer zu verdauen, sie vertragen kein tierisches Eiweis und haben eine Lactoseintolleranz.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse
Das kann alles Mögliche sein und wir hätten doch als bewußte Verbraucher gern gewußt, was wir da unseren Tieren geben, Nebenerzeugnisse klingt doch sehr nach Abfallprodukten aus anderen Produktionen und genau das ist es auch. Häufig handelt es sich z. B. um Rapsextraktionsschrot, dies ist nur der Abfall, der nach der Gewinnung des hochwertigen Rapsöls übrig bleibt. Es werden ebenfalls Schalen von Nüssen, Erdnüssen, Getreide verarbeitet, Stängel von Futterpflanzen bis hin zu Holzresten.

Tierische Nebenerzeugnisse
Das beinhaltet jede Menge Abfälle aus der Fleischproduktion (Haut, Haare, Knochenmehl), Eierschalen und andere Dinge, die im Meerschweinchenmagen nichts zu suchen haben.

Nüsse/Kerne
Diese Bestandteile sind extrem fetthaltig (Erdnüsse, Sonnenblumenkerne etc. enthalten im Durchschnitt 40 - 50 % Fett). Nüsse und Kerne gehören nicht zum natürlichen Futterspektum von Meerschweinchen und machen die Tiere nur unnötig fett und träge. Es kommt mit der Zeit zu immer ernsteren Verdauungsstörungen wenn größere Mengen an Nüssen und Kernen verfüttert wird (es kommt oft mit ca. 3 - 4 Jahren vermehrt zu Durchfällen, bei empfindlichen Tieren schon vorher). Sonnenblumenkerne können und sollten nur geschält in sehr kleinen Mengen gegeben werden um den Tieren benötigte Fettsäuren zuzuführen. Eine Nuss pro Monat als Leckerchen schadet sicher nicht, ob es eine sinnvolle Nahrungsergänzung ist, ist umstritten.

Konservierungsstoffe
Die haben wir auch nicht gern in unserem Essen - unsere Tiere auch nicht. Die meisten Konservierungsstoffe sind auch für Menschen schädlich, sogar große Mengen an Ascorbinsäure als Konservierungstoff (Vitamin C) kann zu Schädigungen führen.

Vitamine und Mineralien
Vitamine und Mineralien sind zwar für die tiergerechte Meerschweinchenernährung wichtig, werden aber bei einer abwechslungsreichen Fütterung über Kräuter und Frischfutter in ausreichender Menge zugeführt. Eine zu hohe Konzentration einiger Vitamine und Mineralien kann sich negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken. Die Folge sind unter Anderem Blasenschlamm, Nierenprobleme, Knochenprobleme. Nur in sehr geringen Mengen kann es in Ausnahmefällen sinnvoll sein, Vitamine und Mineralien zusätzlich anzubieten. Meist sind aber zugesetzten Mengen im Alleinfuttermittel nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Meerschweinchen ausgelegt.

Zusatzinfo Trockengemüse/Trockenkräuter!
Bekannterweise wird durch die Trocknung Wasser entzogen. Aber leider trinken die meisten Meerschweinchen nicht entsprechend viel Wasser, wenn sie getrocknetes Gemüse oder trockene Kräuter aufnehmen. So kommt es dazu, dass weniger Flüssigkeit aufgenommen wird. Durch die verringerte Flüssigkeitsaufnahme, können Schadstoffe und Mineralien nur schwer ausgeschwemmt werden, es kommt häufig zur einer Ansammlung von Kristallen im Harn und in der Folge zu Blasenschlamm, Blasensteinen und Nierensteinen, siehe auch: Blasen- und Nierenerkrankungen beim Meerschweinchen. Deshalb ist es unbedingt notwendig, bei einer Fütterung mit Trockenkräuter auf die Wasseraufnahme zu achten. Da viele Meerschweinchen wenig trinken, ist eine Fütterung mit Gemüse und frischem Grün unbedingt notwendig.

Wie sieht die gesunde Ernährung von Meerschweinchen aus?

Heu ad libidum (zur freien Verfügung) es muss immer in großen Mengen vorhanden sein und täglich aufgefüllt werden. Es dient dem Backenzahnbrieb und sorgt durch seinen hohen Rohfasergehalt für eine langsame Darmpassage.

Zweige von Obst und Nussbäumen, gern auch mit Blättern sollten immer vorhanden sein (sie dienen den Schneidezahnabrieb und sorgen für Abwechslung).

Gras und anderes Grünfutter darf nach langsamer Gewöhnung immer frisch gegeben werden (dies ist das natürlichste Nahrungsmittel für Meerschweinchen).

Kräuter, Blüten, Blätter frisch oder getrocknet können täglich in kleinen Mengen angeboten werden (sie enthalten alle Vitamine und Mineralien die ein Meerschweinchen zusätzlich benötigt).

Frischfutter in Form von Gemüse und Obst sollte zweimal täglich angeboten werden. Es versorgt die Tiere zusätzlich mit Vitaminen und sorgt für leckere und gesunde Abwechslung.

Für den Folsäurehaushalt der Tiere und somit zur Unterstützung der Elastizität der Haut kann man pro Woche 2 - 4 geschälte Sonnenblumenkerne anbieten. Bei empfindlichen Tieren kann man so dem Lippengrind und Hauterkrankungen vorbeugen.

Wenn man Kräuter und Frischfutter füttert, bekommt ein Meerschweinchen ausreichend Vitamine (auch Vitamin C) und Mineralien, durch die Heufütterung bekommen sie genug Rohfaser, Gemüsesorten wie Möhren und Fenchel sorgen auch im Winter für genug Energie.

Ausführliche Infos zur Meerieernährung finden Sie hier Meerschweinchenernährung

Ausführliche Bedarfsangaben und eine genauere Erklärung zu allen benötigen Nährstoffen finden Sie auf dieser Seite: Artgerechte Fütterung der Meerschweinchen nach Wenzel.

Welches Trockenfutter kann angeboten werden?

Wenn Sie Ihren Meerschweinchen Trockenfutter anbieten möchten, dann sollten Sie es sorfältig auswählen. Schon ein Teelöffel Pellets kann einem Tier mit vorgeschädigter Verdauung schaden. Bieten Sie also nie zu viel Trockenfutter an und achten Sie auf eine ausgewogene Mischung.

Folgende Bestandteile darf ein Trockenfutter enthalten:

  • Reine, kaltgepresste Kräuter- oder Heupellets ohne Zusatzstoffe wie Melasse, Getreide und Zucker und mit nur sehr wenig Öle oder Fett etc.
  • Getrocknetes Gemüse.
  • Getrocknete Kräuter, Blätter, Blüten.

Sie bekommen reine Wiesengraspellets, Trockengemüse und Trockenkräuter z. B. beim Hansemanns Team, Sie bekommen Trockenkräuter, Wiesengraspellets und Trockengemüsemischungen beim Heimtierparadies, Sie bekommen Trockengemüse und Kräuter/Blätter/Blüten bei Futterkonzept.

Haben Sie Meerschweinchen in Winteraußenhaltung und nehmen diese Tiere trotz Knollenfütterung ohne Trockenfutter ab, dann geben Sie von diesem Trockenfutter bis zu einem Esslöffel pro Tier und Tag. Nur in absoluten Ausnahmefällen, bei starkem Gewichtsverlust der Tiere durch Krankheit oder hohes Alter, können Sie diesem Futter noch Haferflocken untermischen, diese enthalten viel Fett und Stärke die durch das Erhitzen beim Flocken leichter verdaulich wird.

Warum wird Fertigfutter verfüttert?

Darüber kann man nur spekulieren:

Wahrscheinlich ist, dass die Fütterung von Meerschweinchen aus der Fütterung von Schlachtkaninchen hervorgegangen ist. Diese Kaninchen aus der Massentierhaltung, welche eine gewisse Menge Fleisch nach relativ kurzer Zeit ansetzten müssen, werden natürlich sehr energiereich gefüttert. Bis die Schäden einer solchen Fütterung auftreten würden, sind diese Tiere längst geschlachtet. Meerschweinchen bekamen einfach das selbe Futter, da sie ja ähnlich funktionieren wie Kaninchen.

Ebenso ist es wahrscheinlich, dass man Meerschweinchen ein ganz normales Nagerfutter anbot, weil sie zur Familie der Nager gehören. Die meisten Nagetiere ernähren sich in der Tat überwiegend von Getreide, es wurde also einfach ein Fehler gemacht, als man den Tieren eine Trockenfuttermitschung mit Getreide und Saaten anbot. Heutzugtage weiß man aber, dass Meerschweinchen sich völlig anders ernähren als z.B. Mäuse, Ratten oder Hamster, allerdings ist es schwer, diese Erkenntniss in der Fütterung umzusetzen, denn einmal Gelerntes wird ungern aufgegeben.

Die Futtermittelindustrie suggeriert auf vielfältige Weise, dass unsere Tiere zusätzlich gefüttert werden müssen. In der Tat ist eine solch starke Vermarktung von Tierfutter erst in den Fünfziger Jahren entstanden, als man erkannte, dass Tierhalter bereit sind viel Geld für ihre Tiere auszugeben. Davor wurden unsere Meerschweinchen wesentlich gesünder ernährt.

Die Bestandteile von Trockenfutter wie Getreide und Melasse/Zucker waren lange Zeit auf den Weltmärkten billig zu bekommen, die Gewinnspanne für Tierfuttermittelhersteller war bei solchen Produkten sehr groß. Mittlerweile ist das Getreide teurer geworden und promt wird eine neue Fütterung empfhohlen und die Futtermittelhersteller suchen nach preiswerten Alternativen, welche sie dann als den neuesten Trent in der Futtermittelforschung ausgeben können.

Bücher sowie Zoofachangestellte empfehlen Trockenfutter. (Wie ich vermute einfach aus Unwissenheit)

Die Futtermittelindustrie wirbt damit, daß ihren Produkten Vitamine und Mineralien zugesetzt werden, welche die Tiere brauchen. So handelt der Tierhalter in dem Glauben, er würde seinen Tieren etwas Gutes tun. Abwechslungsreich ernährte Tiere brauchen aber keine zusätzlichen Vitamine und Mineralien, eine zu hohe Dosierung dieser Zusatzsstoffe kann im Gegenteil schädlich sein.

Häufigste Begründung: "Wir machen das schon immer so"

Fertigfutterfütterung ist einfacher und praktischer als häufiges Heu nachfüllen (welches staubt, die Käfigumgebung verschmutzt und viel Platz bei der Lagerung benötigt). Es ist sicher auch einfacher Vitamine und Mineralien durch so ein Fertigprodukt zuzuführen als sich mit Kräutermischungen, Vitamingehalt von Frischfutter und der täglichen genauen Zusammenstellung des Futters für die Tiere auseinander zu setzen und dieses über den Tag verteilt immer frisch zu geben. Oft wird Fertigfutter gereicht, weil der Halter unsicher ist, was er füttern sollte um sein Tier ausgewogen zu ernähren.

Der Halter hat wohl auch das Bedürfnis, sein Tier zu füttern. Er weis zwar normalerweise, das Heu für Meerschweinchen das Grundnahrungsmittel ist wie Brot für den Menschen, aber wir essen ja nicht nur Brot sondern auch meist einmal täglich zu Mittag und so möchte der Halter seinem Tier auch ein Mittagessen vorsetzten, obwohl kaum den Bedürfnissen der Tiere entspricht, denn die Tiere nehmen über den Tag verteilt bis zu 70 x Futter auf. Oder aber das Trockenfutter wird als "Leckerchen" oder "Abwechslung" gegeben. Es wird dabei gern vergessen, dass es wirklich viele Dinge gibt, die ein Meerschweinchen fressen darf und die gesünder sind als Melasse und Getreide. Hier findet sich eine Frischfutteraufzählung - und sie ist sicher noch nicht komplett: Frischfutter. Auch sind die Mengen, die als Leckerchen gegeben werden bedenklich, denn schon ein Esslöffel Trockenfutter sorgt dafür, dass ca. 1/4 - 1/3 weniger Heu aufgenommen wird.

Ein leider immer noch häufig genannter Grund: man gibt Trockenfutter um einen Mangel auszuschließen. Dabei sind sich viele Halter gar nicht bewußt, dass es so gut wie keine Trockenfuttersorten gibt, die wirklich alle Nährstoffe enthalten, die ein Meerschweinchen braucht und selbst wenn es sie gäbe, müssten sie dann als Alleinfutter eingesetzt werden, weil es sonst ohnehin zu einem Mangel kommt (sobald andere Futtermittel gefüttert werden, verschiebt sich ja der Nährstoffgehalt der Nahrung). Im Gegenteil sorgen gerade Pelletfutter immer wieder für Mangelernährung, da die Aufnahme von Pellets die Aufnahme von gesunden Futterbestandteilen wie Grünfutter und Heu vermindert.

Benötigen Meerschweinchen Fertigfutter?

Nein, kein Meerschweinchen benötigt ein Fertigfutter, auch nicht tragende oder kranke Tiere. Auch trächtige Weibchen können mit einer bestimmten Mischung aus Heu, Gemüse, Kräutern, Blättern und Blüten sowie Zweigen gesund und mangelfrei ernährt werden. Es gehört aber viel Fachwissen und intensive Beschäftigung mit dem Tier dazu, außerdem ist so eine Fütterung kostspieliger als billige Pellets.

Kranke Tiere welche keine Nahrung mehr zu sich nehmen können mit einem Brei aus Pellets aufgepäppelt werden, aber sie benötigen sobald sie wieder selber fressen können kein Trockenfutter, welches ihre Verdauung nur noch mehr lahm legt, sondern eher stärkereiche Gemüsesorten und Kräuter welche die Verdauung anregen und verschiedene Heusorten um wieder zu Kräften zu kommen.

Auch Jungtiere benötigen kein Fertigfutter. Eine ausgewogene Ernährung mit Mineralhaltigen und Vitaminhaltigen Kräutern sowie Gemüsen und natürlich wieder Heu reicht für die gesunde Entwicklung aus.

Warum behauptet viele Halter ihre Tiere würden abnehmen oder krank werden ohne Fertigfutter?

Leider ist es häufig so, dass Fertigfutter zu schnell abgesetzt wird, so gerät der Darm durcheinander, die Verdauung kann sich nicht so schnell auf die veränderte Fütterung einstellen und der PH Wert im Darm sinkt ab. Es kommt zu Fehlgärungen, Blähungen und Durchfall, ebenso kann es zu Leberproblemen kommen und sogar zu Hungerödemen. Eine Futterumstellung, also auch das Absetzten eines gewohnten Futtermittels muss immer langsam und in kleinen Schritten durchgeführt werden, siehe auch -> Futterumstellung bei Meerschweinchen

Häufig ist es auch so, das zwar aus der Einsicht das Fertigfutter nicht benötigt wird, dieses weg gelassen wird, aber es wird nicht gleichzeitig eine wirklich ausgewogene Ernährung gegeben, Oft werden die teuren Kräuter, welche aber nunmal der Hauptlieferant für Mineralien, Proteine und Vitamine sind, nicht gegeben, oder es wird nur sehr einseitig Frischfutter gereicht und nicht auf den Vitamingehalt geachtet. So kommt es zu Mangelerscheinungen die dann dem Fertigfutterentzug zugeschrieben werden.

Jungtiere welche gesund ernährt werden nehmen mitunter nicht so schnell zu wie Tiere die mit Fertigfutter hochgepäppelt werden. Aber müssen denn Jungtiere schnell wachsen, reicht es nicht, wenn sie ausgewachsen das gleiche Gewicht haben wie ihre gemäßteten Artgenossen?

Welche negativen Folgen hat das Verfüttern minderwertiger Fertigfutter?

Häufig wird als Folge von Trockenfutterfütterung Übergewicht genannt. Dies kann so nicht bestätigt werden. Es ist allerdings richtig, dass die meisten Tiere auf eine Überfütterung mit Trockenfutter verbunden mit Bewegungsmangel Übergewicht bekommen. Tiere die sich hingegen viel bewegen können bauen das überschüssige Fett im Futter relativ schnell wieder ab und werden nur selten äußerlich sichtbar übergewichtig. Allerdings führt eine Fütterung mit Trockenfutter nicht selten zu einer Fettleber - dieses Problem ist äußerlich nicht sichtbar, führt aber gerade bei Weibchen in der Zucht häufig zum Tod des Tieres.

Ein weitaus größeres Problem sind die Darmerkrankungen. So lange ein Meerschweinchen gesund ist und überwiegend gesund ernährt wird ist der Darm in der Lage sich zu regulieren und auch die Stärke- und Zuckermengen aus schlechtem Trockenfutter zu verdauuen. Wenn aber das Immunsystem der Tiere gestört ist, sie z. B. eine leichte Erkältung haben, dann nehmen die Coli Baktieren überhand, der Darm gerät in Ungleichgewicht und die Tiere bekommen Durchfall oder Blähungen. Dazu kommen noch die Probleme, die durch die stark vermahlenen Rohfaserpartikel entstehen - das Darmvolumen ist bei solchen Tieren gering, es ist schwer, einen Durchfall in den Griff zu kriegen. Viele mit minderwertigem Trockenfutter ernährte Tiere sterben an den Folgen des Durchfalls bei einer harmlosen Erkrankung. Um eine solche Fehlfunktion des Darmes auszulösen reichen schon kleine Mengen an Getreide und Melasse oder Kräuterpellets ab einer Menge von 1 Esslöffel am Tag.

1 Esslöffel Trockenfutter am Tag führt zu einer Verminderten Heuaufnahme um ca. 30 %. Somit ist der Backenzahnabrieb nicht mehr 100% sicher gewährleistet. Bei wirklich gesunden, jungen Tieren ist das meist kein Problem, aber bei Tieren mit angeborener Zahnfehlstellung kann dies schnell zu Zahnspitzen führen, diese sind dann ein Leben lang Behandlungsbedürftig und führen wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden dazu, dass die Tiere keine Nahrung mehr aufnehmen können und schwere Entzündungen im Mundbereich bekommen.

Durch den starken Druck der beim Getreidezerquetschen auf die Zahnwurzeln ausgeübt wird bekommen Tiere, die Getreide oder zu harte Pellets bekommen, Backenzahnabszesse. Der Abrieb der Backenzähne ist nur durch gleichmäßiges Zermahlen von Heu oder Gras gewährleistet, dass Kauen von harten Pellets und Getreide hingegen nutzt die Zähne kaum ab und reizt die Muskulatur die auf diese Art der Maulbewegung nicht eingestellt ist.

Inhaltsstoffe und Nährwertangaben von einigen gängigen Trockenfuttersorten

Leider sind nicht alle Futtermittelhersteller bereit, eine genaue Inhaltsangabe zu machen, nehmen Sie "immer" Abstand von Futtersorten deren Inhaltsstoffe nicht angegeben sind, auch wenn diese Futtersorten oft mit Angaben wie "getreidefrei" oder "zuckerfrei" werben - denn statt dieser Inhaltsstoffe können jede Menge andere Inhaltstoffe im Futter sein, die Sie Ihrem Tier nicht zumuten wollen und sollten. Hersteller von Futtermitteln sind nur verpflichtet, Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfaser anzugeben, alle weiteren Angaben erfolgen freiwillig und oft unvollständig! Hier finden Sie Inhaltsangaben einiger Futtermarken, fast überall werden Sie Luzerne, Getreide, Melasse (ein Abfallstoff der Zuckerherstellung der zu einem großen Teil aus Zucker besteht) und andere Bestandteile finden, welche Sie Ihrem Tier niemals geben würden, wenn es nicht in bunte Kugeln oder Stäbchen gepresst wäre. Lassen Sie sich nicht von grünen Bestandteilen im Futter täuschen, oft enthalten Pellets die grün sind nur einen geringen Anteil Heu oder Kräuter, meist bestehen Sie aus Getreide, Melasse und anderen Inhaltsstoffen welche Ihr Tier nicht braucht!

Eine Liste mit den Inhaltsstoffen gängigen Trockenfuttersorten finden Sie hier:
Inhaltstoffe und Nährwertangaben von gängigen Trockenfuttersorten

Weitere Infos finden Sie unter:
Untersuchungen zur kurzfristigen Ernährung von Zwergkaninchen und Meerschweinchen über eine orogastrale Sonde bei Variation der Zusammensetzung (Komponenten, Nährstoffgehalt und Energiedichte) des applizierten Futters

Untersuchungen zum Energie- und Nährstoffbedarf adulter Meerschweinchen

Snacks für Kaninchen und Meerschweinchen ; Priv. Doz. Dr. med. vet. Birgit Drescher

Ernährung von Kaninchen und Meerschweinchen, Chinchilla und Degu; Anke Beuch-Ahrendt, Tierärztin

Weil wir oft danach gefragt werden, hier eine Erklärung zum Inhalt dieser Seite: dies ist kein Fachartikel und es erhebt auch nicht den Anspruch, einer zu sein. Dieser Infotext ist nur der Versuch, dem normalen Meerschweinchenhalter zu erklären, warum ein handelsübliches Trockenfutter seinem Tier mehr schadet als das es nützt.