Vitamin C Frischfutterliste

Ein ausgewachsenes Meerschweinchen benötigt zwischen 10 und 20 mg Vitamin C am Tag. In normaler Wohnungshaltung sind es etwa 10 mg, in Aussehaltung ca 15 mg, wärend der Tragzeit etwa 20 mg. Damit die Tiere diese Menge auch wirklich bekommen, können Sie anhand dieser einfachen Liste ihre Frischfutter und Kräutergaben abstimmen. Bedenken Sie, dass die Nahrungsmittel bei längerer Lagerung einen Teil ihrer Vitamine verlieren, im Winter ist durchschnittlich 1/3 weniger Vitamin C enthalten. Alle Angaben sind Durchschnittswerte, da die Angaben je nach Lagerung, Art (verschiedene Möhrensorten, verschiedene Apfelsorten) und Anbaugebiet stark schwanken.Sie werden mit mir übereinstimmen, dass bei einer ausgewogenen Zusammensetzung der Frischfutter und Kräutergaben eine zusätzliche Vitamin C Gabe, wie sie oft empfohlen wird, nicht notwendig ist. Eine zu hohe Versorgung mit künstlich zugeführtem Vitamin C kann sogar ausgesprochen schädlich sein. Bei einer entsprechenden Prädisposition kann ein hoher Vitamin C Gehalt den Urin ansäuern und zu Nierenschäden führen und Hautreizungen (z. B.Lippengrind) auslösen.

Der Kalzium/Phosphor Gehalt der Nahrung sollte 1,5 : 1 betragen. Damit sie auch in dieser Hinsicht gesund füttern können, haben wir diese Anteile ebenfalls aufgelistet. Bei Tieren mit vorgeschädigter Niere könnte ein zu hoher Kalziumanteil in der Nahrung zu Blasenschlamm und Nieren-/Blasensteinen führen, trotzdem sollten alle Gemüse- und Kräutersorten frisch angeboten werden, es ist hier nur strenger auf das richtige Verhältnis von Kalzium zu Phosphor zu achten - lesen Sie dazu auch diesen Artikel: Niere/Blase.

Sie finden in dieser Liste ebenfalls unverträgliche Frischfuttersorten und Sie finden unter Besonderheiten Hinweise die zu beachten sind! Beachten Sie bitte auch: Jedes Futtermittel kann bei einseitiger und übermäßiger Fütterung zu Unverträglichkeiten führen. Wenn ein Futtermittel unter Besonderheiten mit einem - gekenntzeichnet ist, dann bedeutet das lediglich, dass uns keine zu beachtenden Besonderheiten zu diesem Futtermittel bekannt sind, es also im Rahmen der normalen Fütterung gegeben werden kann. In der Liste ist lediglich aufgeführt, was gegeben werden kann, Mengenangaben entnehmen Sie bitte unseren Fütterungshinweisen!

Wenn Sie auf den Namen des Futtermittels klicken bekommen Sie Bilder und mehr Infos zur Pflanze! Hier finden Sie eine Kurzfassung als PDF zum Ausdrucken: Futterliste kurz PDF

Gemüse

Obst

Kräuter/Blätter/Blüten

Zweige

Giftstoffe

Anhang/Info

Futterart Vitamin C Kalzium Phosphor Besonderheiten
Gemüse mg pro 100 g mg pro 100 g mg pro 100 g
Aubergine 5 12 20 Die Pflanze/das Grün enthält Solanin (s.U.), ebenfalls die nicht reife Frucht, nur ganz reife Früchte dürfen ohne Grün gefüttert werden. (Kochen entfernt das Solanin nicht)
Blattspinat 50 125 55 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern
Blumenkohl 49 20 54 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Broccoli 110 100 80 Stärkt Abwehrkräfte. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Chicoree; CH: Brüsseler 10 20 23 Hoher Oxalsäureanteil in den äußeren Blättern, Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Chinakohl 35 40 30 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Eisbergsalat 3,9 19 20 Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Endivien 10 50 60 Hoher Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie Vitamin A,B und C, enthält Inulin, dieses wirkt galle- und harntreibend sowie appetitanregend. Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Feldsalat (Rapunzel, Nüssler); CH: Nüsslisalat 30 30 49 Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Fenchelknollen 93 100 51 Knollen und Grün dürfen verfüttert werden, gut verträglich bei Verdauungsbeschwerden, hoher Mineral- und Vitaminanteil, kann den Urin verfärben. Safrol/Estragol = keine Panik, der Anteil ist winzig und unbedeutend!*
Grünkohl/ Braunkohl / Federkohl 110 210 80 Grünkohl ist ein guter Vitamin und Mineralspender und gesundes Winterfutter. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. NICHT Wirz/ Wirsing
Gurken 10 20 24 Alle gängigen Gurkenvarianten können verfüttert werden, egal ob Schlangengurke, Salatgurke, Nostranogurken etc. Gurken können in sehr großen Mengen zu Matschkötteln führen.
Kohlrabi 64 70 50 Blätter dürfen gut gewaschen mitverfüttert werden. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Kopfsalat 14 35 30 Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Kürbis 18 25 30 Alle für den Menschlichen Verzehr geeigneten Kürbisarten dürfen verfüttert werden, eine Auflistung dieser Arten finden Sie hier: Gemüse: Kürbis, Zierkürbisse dürfen natürlich nicht verfüttert werden.
Mangold, CH: Krautstiel 35 100 40 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern
Möhren, Karotten; CH: Rüebli 7 40 30 Alle Möhrenarten (orange, violett, gelb etc.) und ihr Grün sind als Futter geeignet. Mehr Infos hier: Die Möhre - doch nicht so ungesund!.
Pastinaken 17 50 70 -
Paprika; rot
gelb
grün
Rot 150
Gelb 294
Grün 192
Rot 15
Gelb 51
Grün 10
Rot 35
Gelb 26
Grün 25
Strunk und unreife Stellen entfernen diese enthalten Solanin. Namensverwirrung: Schweizer nennen die normale Gemüsepaprika "Peperoni". Für sie heißt nur das Gewürz "Paprika", welches nicht verfüttert wird. Deutsche nennen allerdings scharfe Chilischoten Peperoni, diese sollten auch nicht verfüttert werden.
Petersilienwurzel 41 60 60 Auch Knollenpetersilie und Wurzelpetersilie - ist ein gutes Winterfutter
Pilze kA kA kA Champignons werden in geringen Mengen vertragen, sind aber kein sinnvolles Beifutter
Portulak 22 100 40 Portulak enthält Omega 3 Fettsäuren, sowie Vit. B1, B2 und B6
Radieschenblätter kA kA kA Die Blätter werden gern gefressen, Radischen sollten nur in sehr kleinen Mengen angeboten werden, diese enthalten Stoffe (Senfölglucoside) welche die Atemwege reizen können.
Romana-/ Romanosalat / Lattich / Römersalat 24 36 45 Sehr Vitaminreich, Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Romanesco 49 20 54 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl.
Rote Beete, Randen 5,1 25 38 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern, Kot und Urin verfärben sich rot!
Rucola/ Rauke kA kA kA Enthält sehr hohe Mengen an Nitrat, enthält Senföle, ist ein Kohlgewächs - kein Salat und sollte nur in sehr sehr geringen Mengen gegeben werden. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Sellerie
Knollen- und Stangensellerie
9 70 90 Knollensellerie sollte gut gewaschen oder besser noch geschält werden, beide Selleriearten dürfen komplett mit Blättern verfüttert werden
Spargel 21 22 52 Spargel ist stark Harntreibend und sollte nur selten in kleinen Mengen gegeben werden, auf ausreichend Flüssigkeitszuuhr ist zu achten.
Spinat
frischer Blattspinat
50 125 55 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern
Steckrübe, Kohlrübe; Bodenrübe, Bodenkohlrabi 38 50 30 Nahrhaftes und Vitaminhaltiges Wintergemüse
Stielmus; Rübstiel; CH: Cime di Rapa 130 210 28 Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Schwarzwurzel 4 50 75 Nur geschält verfüttern, wirkt Harntreibend, wenig geben
Tomaten 22 13 25 Grün entfernen - Tomatenpflanzen sind giftig, Tomaten können bei Überfütterung zu Durchfall führen
Topinambur 4 10 78 Die gesamte Pflanze (Blätter, Blüten) kann verfüttert werden. Die Knollen sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen, sie gelten als Kraftfutter und die junge Knollen enthalten schlecht verdauliche Stärke und können Darmprobleme (Aufgasung und Durchfall) verursachen. Knollen sollten nach dem ersten Frost geerntet und vor dem Verfüttern länger kühl gelagert werden.
Zucchini; Ch:Zucchetti 16 23 23 -
Zuckermais (Kolben) 12 5 120 Die Blätter sind frisch und getrocknet lecker und gesund (ungespritzt) Maiskolben dürfen nur selten verfüttert werden, sie machen dick
Unverträgliches Gemüse
Unverträglich meint: diese Gemüsesorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch sind, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen zu verfüttern, Infos dazu finden Sie hier: Lauchpflanzen/Zwiebelgewächse. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, Bohnen sind roh giftig, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten im Rohzustand, schlecht verdauliche Stärke, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Radischen sind etwas zu scharf durch die enthaltenen Senfölglykoside, die Blätter dürfen mitverfüttert werden. Rhabarber ist aufgrund seines hohen Oxalsäuregehaltes auch eher unverträglich.
Obst Vitamin C
mg/100g
Kalzium
mg/100 g
Phosphor
mg/100 g
Besonderheiten/ Nur kleine Mengen verfüttern
Äpfel 10 7 10 Kerne enthalten Blausäure
Bananen 11 8 28 Sehr selten in kleinen Mengen geben, können zu Verstopfung führen, sind sehr Zuckerhaltig
Birnen 4,5 9 15 Selten geben, sie sind zu süß und können in Verbindung mit Wasser zu Durchfall führen
Brombeeren 17 45 30
Cranberries 13/getr. 0,2 8/getr. 10 13/getr. 8 Durch die enthaltenen Flavanole, Antioxidantien wirken die Cranberries entzündungshemmend auf Schleimhäute im Maul, Magen, Blase. Sie können auch bei anfälligen Tiere Blasenentzündungen vorbeugen.
Erdbeeren 60 25 25 Blätter können mit verfüttert werden
Hagebutten 257 258 1250 Frisch oder getrocknet wird die Hülle der Hagebuttenfrucht ohne Kerne (Nüsschen) verfüttert.
Heidelbeeren 22 10 13 Nur ein bis zwei die Woche, Blätter und Äste der Pflanze dürfen gegeben werden
Himbeeren 17 44 30 Nur ein bis zwei die Woche
Johannisbeeren 177 46 40 Nur ein bis zwei die Woche, Blätter und Äste der Pflanze dürfen gegeben werden
Kiwi 80 34 30 Selten geben, die Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an
Mandarinen 30 35 20 Sehr selten geben, die Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an
Melone (Wassermelone) 6 10 11 Selten geben, nur als Leckerchen
Orangen 50 40 22 Sehr selten geben, die Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an
Weintrauben rot und weiß 4 rot 4, weiß 19 rot 16, weiß 22 Nur als Leckerchen, ohne Kern. Schale enthält viel Gerbsäure
Zuckermelone 30 10 18 Selten geben, nur als Leckerchen da sehr süße Früchte Diabetes begünstigen
Unverträgliches Obst
Unverträglich meint: diese Obstsorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Steinobst wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc. enthalten zu viel Zucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser zu starkem Durchfall führen, die Steine enthalten Amygdalin und sollten auf keinen Fall gegeben werden. Exotische Früchte wie Papaya, Cherimoya, Curuba, Granatapfel, Guaven, Physalis, Kumquat, Litchi, Mangos, Papaya etc. können bei Verzehr zu schweren Verdauungsstörungen führen und sollten nicht gegeben werden. Manche Avokadosorten sind sogar schwer giftig für Meerschweinchen und alle Avocadosorten führen in unreifem Zustand zu Durchfall.
Grünfutter=
Kräuter Blätter Blüten
Vitamin C, Frisch-getrocknet
mg/100g
Kalzium, Frisch-getrocknet
mg/100 g
Phosphor, Frisch-getrocknet
mg/100 g
Wenn nicht anders angegeben, darf Grünfutter frisch und getrocknet verfüttert werden.
Wenn nicht anders angegeben, darf Grünfutter frisch und getrocknet verfüttert werden. Grünfutter ist allerdings vor allem im getrocknetem Zustand stark Kalziumhaltig und sollte getrocknet nur in kleinen Mengen verfüttert werden.
Acker-Hornkraut kA kA kA -
Bambus kA kA kA Nur echter Bambus (Gartenbambus) darf verfüttert werden. Sogenannter Glücksbambus ist kein echter Bambus, sondern eine giftige Yuccaart = kein Futtermittel!
Basilikum 10,7/61 86/369 490/2113 Wirkt krampflösend, appetitanregend und beruhigend. Wirkt nicht stark krebserregend, wie leider in Foren behauptet wird (siehe Hinweis unten).
Beifuß, gewöhnlicher frisch 45 frisch 150 frisch 50 hohen Thujongehalt, selten geben
Beinwell kA kA kA Hoher Proteingehalt, wird lieber getrocknet gefressen
Bohnenkraut 11 272 24 Gemeint ist nicht das Kraut der Bohnenpflanze, sondern eine spezielle, krautige Pflanze!
Borretsch 35 93 53 Auch Gurkenkraut - wirkt bei massivem Verzehr Leberschädigend, ist aber ein gutes Beifutter
Breitwegerrich kA kA kA Wirkt entzündungshemmend, lindernd Verdauungsbeschwerden.
Brennnessel getrocknet. 377,4 getrocknet 1078 getrocknet 647 Besser getrocknet verfüttern, wirkt Harntreibend und Blutdrucksenkend
Brombeerblätter kA kA kA Stark Gerbsäurehaltig, mit Stacheln nur getrocknet verfüttern oder Stacheln entfernen.
Brunnenkresse 185 230 79 Enthält atemwegsreizende Senfölglykoside, nur in kleinen Mengen anbieten, wirkt leicht appetitanregend, stoffwechselfördernd und harntreibend.
Dill / Gurkendill 50/116,8 230/1343 85/496 wirkt Appetitanregend und verdauungsfördernd, lindert Blähungen und regt die Milchbildung an
Echinacea, Sonnenhut kA kA kA Stärkt angeblich die Abwehrkräfte.
Gänseblümchen frisch 87 190 88 Wirken leicht abführend, unterstützen den Heilungsprozess bei Lungenkrankheiten
Gartenmelde 35/152 100/1090 35/381 -
Gemüse-Gänsedistel kA kA kA Weitere Namen sind Kohl-Gänsedistel oder Gewöhnliche Gänsedistel.
Giersch frisch 201 230 88 "Gewöhnlicher Giersch" schmeckt ein wenig nach Petersilie und hat einen dreieckigen Stiel. Vorsicht giftiger Doppelgänger: Taumel-Kälberkropf , Unterscheidungsmerkmal: Stängel rot gefleckt und borstig.
Golliwoog kA 180 kA Eine Zierpflanze die sich als Tierfutter zu eignen scheint.
Gras frisch 114 80 72 Die Tiere langsam an frisches Gras gewöhnen, dann darf es bedenkenlos immer angeboten werden. Lesen Sie hierzu auch die Kleine Graserei.
Grünes Getreide kA kA kA Die grünen Halme ohne Ähren verschiedener Getreidesorten wie Hafer, Weizen, Gerste, Roggen, Hirse eignen sich ebenfalls als Grünfutter frisch und getrocknet.
Haselnussblätter kA kA kA
Hibiskus kA kA kA Blätter und Blüten dürfen frisch und getrocknet angeboten werden.
Hirtentäschel kA kA kA nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt wehenfördernd, wirkt auch Blutstillend
Huflattich 104 320 51 Wirkt entzündungshemmend, kann in großen Mengen zu Leberschäden führen.
Johannisbeerblätter kA kA kA
Kamille kA kA kA Wirkt positiv bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen - auch als Tee
Kerbel 36/65 400/1819 50/227 Als Futterpflanze geeignet sind der Wiesen-Kerbel und der Gartenkerbel
Klee kA kA kA Gelbklee, Weißklee und Rotklee werden in geringen Mengen gut vertragen. Sie enthalten alllerdings zur Blütezeit eine geringe Menge cyanogene Glycoside (daraus wird Blausäure abgespalten). Gerade junger Klee wirkt in großen Mengen stark Aufgasend und bei übermäßigem Verzehr kann es zu Durchfall kommen.
Kornblumen kA kA kA Die ganze Pflanze, inklusive Blüte, darf verfüttert werden.
Liebstöckel; Maggikraut kA kA kA Wirksam bei Nieren- und Magenleiden, wirkt Abtreibend, nicht an schwangere Tiere verfüttern
Löwenzahn mit Wurzel und Kraut 30/82,2 170/1164 70/479 Wirkt Harntreibend und appetitanregend, kann den Urin rötlich verfärben. Lesenswert: Löwenzahn
Luzerne, Alfala 8/- 450/950
62/250
Durch den hohen Eiweißanteil bindet Luzerne Kalzium im Körper. Frische Luzerne ist eine hochwertige Futterpflanze, getrocknet sollte Luzerne nur in kleinen Mengen angeboten werden.
Majoran 10/50 350/2000 50/300 Die Blüten enthalten bis zu 4% ätherische Öle.
Malve wilde frisch 178 200 95
Melisse (Zitronenmelisse) 45/126,7 150/1056 50/352 Wirkt krampfstillend, magenstärkend, wird bei Blähungen unterstütztend gegeben
Oregano 10/60 264/1576 34/200 Wirkt bei Darmbeschwerden, hilft angeblich bei Kokzidiose, ist ein natürliches AB
Petersilie 160/472,8 250/1847 130/960 Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt Wehenfördernd, wirkt harntreibend
Pfefferminzblätter Frisch 45 Frisch 150 Frisch 50 Wirkt entkrampfend (hilfreich zu Unterstützung bei Magen/Darmbeschwerden), wirkt durchblutungsfördernd und regt die Gallensekretion an.
Ringelblumenblüten kA kA kA wirkt beruhigend
Rosenblätter kA kA kA Die stachellosen Blätter und Blüten von Rosen aus dem eigenen Garten können angeboten werden - auf keinen Fall allerdings im Laden gekaufte Rosen, egal ob Bio oder konventionell hergestellt!
Rosmarin 10/61 221/1280 12/70 Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen und Gerbstoffen nur selten in kleinen Mengen anbieten.
(Wiesen)Sauerampfer 50/243,4 50/609 70/852 stark Oxalsäurehaltig
Schafgarbe kA kA kA Hilft bei Appetitlosigkeit, Blasen und Nierenleiden, Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmal: die Giftpflanzen riechen unangenehm, Schafgarbe riecht aromatisch. Unterscheidungsmerkmale finden sich auch hier: Schierling und andere Doldenblütler
Sonnenblumenblüten kA kA kA Nur die Pflanze und Blütenblätter, wenige Kerne (siehe auch: Meerschweinchenernährung)
Spitzwegerich kA kA kA Wirkt entzündungshemmend, lindernd Verdauungsbeschwerden, hilft als Tee bei Erkältungskrankheiten, ausschwemmend bei Nieren und Blasenproblemen.
Thymian 9/50 300/1800 35/200 Es gibt eine große Anzahl verschiedener Thymiansorten. Gut verträglich ist vor allem der Thymus vulgaris. Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen sollte Tymian nur in kleinen Mengen gegeben werden.
Vogelmiere 89 80 54 Vorsicht giftiger Doppelgänger: Acker-Gauchheil, wird auch als rot oder blau blühende Vogelmiere bezeichnet, ist aber unverträglich.
Wiesenbärenklau 270 320 125 Vorsicht giftiger Doppelgänger: Wird häufiger mit dem giftigen Riesenbärenklau und dem Hecken-Kälberkropf verwechselt! An helle Tiere nur selten verfüttern! Stacheln der älteren Pflanzen können zu Reizungen führen.
Kleiner Wiesenknopf kA kA kA Angeblich hoher Vitamin C Gehalt
Wiesensalbei 5 270 15 Ist besser verträglich als Küchensalbei
Wilde Möhre kA kA kA Die ganze Pflanze mit Wurzel kann verfüttert werden. Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmale der Pflanzen sind hier zu finden: Schierling und andere Doldenblütler
Giftiges
Die hier aufgezählten Pflanzen sind schwach bis stark giftig. Teilweise können die Tiere sie in geringen Mengen fressen, ohne Probleme zu bekommen, andere Pflanzen hingegen sorgen für starke Vergiftungen. Genauere Angaben zu den einzelnen Pflanzen bekommen Sie hier:
Giftpflanzendatenbank
Agave, Aloe Vera (unbehandelt), Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Gartenwicken, Geranien, Ginster, Glücksbambus (Dracaena), Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Riesenbärenklau, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.
Zweige Besonderheiten
Die Blätter und Blüten dürfen mitverfüttert werden. Wenn nicht anders angegeben, können Zweige und Blätter sowohl frisch als auch getrocknet angeboten werden.
AhornOhne Knospen und Blüten - nur kleine Mengen verfüttern.
ApfelbaumKann in großen Mengen gegeben werden
Birkedie Blätter wirken stark harntreibend, enthält viel Gerbsäure
BirnenbaumKann in großen Mengen gegeben werden
BucheBuchenblätter sind stark Oxalsäurehaltig, nur in kleinen Mengen geben
ErleNur kleine Mengen geben
EscheNicht alle Eschenarten sind geeignet, die Früche/Beeren und Knospen dürfen nicht verfüttert werden.
FichteWegen dem hohen Anteil an ätherischen Ölen nur wenig geben. Anderer Name: Rottanne.
HainbucheHoher Gerbsäureanteil, Pilzanfällig = vor dem Verfüttern auf Pilzbefall untersuchen und nicht zu häufig anbieten.
HaselnussstrauchKann in großen Mengen gegeben werden
HeidelbeerbuschKann in großen Mengen gegeben werden
JohannisbeerbuschKann in großen Mengen gegeben werden
KieferKleine Mengen - hoher Anteil an ätherischen Ölen
KirscheSiehe Hinweis unten
LindeDie Blätter wirken stark harntreibend - kleine Mengen geben
PappelNur kleine Mengen geben
PflaumeSiehe Hinweis unten
QuitteRelativ hoher Gerbstoffanteil in den Ästen, die Früchte sind unverträglich
TanneNur echte Tannen wie z. B. Weißtanne, Edeltanne, Prachttanne Nordmanntanne sind verträglich. Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen nur wenig geben. Weihnachtsbäume sind oft gespritzt und giftig! Giftig sind außerdem Thuja, Zypressen und Eibe.
UlmeDie Früchte können den Darmtrakt reizen, die Äste und Blätter sind gut verträglich.
WeidenEnhält sehr viel Gerbsäure - kleine Mengen geben
Eher unverträgliche ZweigeDie Blätter, Rinden und vor allem die Kerne von Steinobst wie Kirsche, Pflaume, Pfirsich etc. enthalten Amygdalin, das durch enzymatische Aufspaltung zu Blausäure zerfällt. Blätter und Zweige dieser Bäume sollten nicht als Alleinfutter angeboten werden, Kerne dürfen nicht verfüttert werden. Thuja, Zypressen und Eibe sind giftig. Kastanie enthalten verschiedene darmreizende Wirstoffe. Eichen enthalten einen extrem hohen Anteil an Tanninen und sind somit giftig (Kastanien und Eicheln sind unverträglich).
"kA" = keine Angabe. Werte liegen uns nicht vor. Das bedeutet nicht, dass kein Kalzium oder Phosphor vorhanden ist!

Infos zu den als schädlich angegebenen Inhaltsstoffen

OxalsäureOxalsäure ist eine weit verbreitete, wasserlösliche, organische Pflanzensäure. Oxalsäure reagiert im Körper mit Kalzium, es stört den Kalziumstoffwechsel. Die lebensnotwendigen Ca-Ionen werden in From von unlöslichem Kalziumoxalat ausgefällt. Das Kalzium kann seine Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Das Kalziumoxalat ist Hauptbestandteil von Nierensteinen, es verstopft als Blasenschlamm die Harnwege. Eine hohe Konzentration an Oxalatsäure im Futter kann also zu Nierenerkrankungen, Blasensteinen und Kalziumstoffwechselstörungen führen. Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt können an gesunde Tiere durchaus in geringen Mengen verfüttert werden. Von einer dauerhaften Fütterung ist abzuraten. Tiere mit Nierenschädigung sollten auf diese Lebensmittel verzichten.
SolaninSolanin ist ein schwerlösliches, toxisches Alkaloid einiger Nachtschattengewächse (Solanaceae)(es ist z.B. in den grünen Stellen von Kartoffelknollen und Tomaten zu finden). Folgen von zu hoher Solaninkonzentration im Futter sind unter Anderem: Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems.Grüne Stellen bei Kartoffeln sowie die Keime sind zu entfernen. Kartoffeln sollten aber ohnehin aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes nur sehr sehr selten auf dem Speiseplan stehen. Grüne Tomaten, sowie grüne Stellen an den Tomaten und die Pflanzen dürfen nicht verfüttert werden, rote ausgereifte Tomaten gelten als unbedenklich.
NitratNitrat ist eine Verbindung aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrates zum Aufbau von Eiweiß. Nitrat selber ist nicht giftig, es ist aber die Vorstufe des gesundheitsschädigenden Nitrits. Im Körper wird das Nitrat von Mikroorganismen zu Nitrit reduziert. Nitrit ist giftig. Zeichen einer Nitritvergiftung sind: Speicheln, Durchfall, Muskelzittern, Schwäche, Taumeln, Zyanose. In geringen Mengen ist ein Verzehr Nitrathaltiger Nahrungsmittel unbedenklich. Jedoch sollten stark belastete Lebensmittel wie z.B. Kopfsalat, Endivie, Eissalat, Feldsalat, Spinat, Stielmangold, Rote Beete etc. nicht als Hauptfutter eingesetzt werden. Hin und wieder ein Salatblatt ist bei einer abwechslungsreichen Fütterung unbedenklich.
Blausäure
(Cyanwasserstoff)
Blausäure ist eine nahezu farblose, brennbare, flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit, die nach Bittermandeln riecht. In reiner Form ist es extrem giftig, in Pflanzen ist es meist nur in sehr geringen Mengen enthalten. Durch die massive Einnahme von Blausäure, bzw Cyaniden die im Körper zu Blausäure aufgespalten werden, kommt es zu einer Blockade der Zellen (grob vereinfacht), sie können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und die Zellen sterben ab. Als Folge einer solchen Vergiftung kommt zu Krämpfen, meist zuerst zu Bauchkrämpfen, Durchfall und im weiteren Verlauf zu Atemnot und schlimmstenfalls zum Tod. Normalerweise ist ein wenig Blausäure im Futter kein Problem für die Tiere. Man geht sogar davon aus, dass Tiere, die hin und wieder cyanid-/blausäurehaltige Rinden aufnehmen weniger Parasiten im Darm haben. Um eine starke Vergiftung herbei zu führen, müssen die Tiere unnatürlich viel Blausäure aufnehmen, dass geht eigentlich nur mit hochgiftigen Pflanzen oder bei einer sehr einseitigen Fütterung. Blausäure ist in den Steinen von Steinobst (Pfirsich, Nektarine, Pflaume) vorhanden, angeblich auch in geringer Menge in den Blättern und Rinden der Pflanzen, ist der Stein zerbrochen, findet sich Blausäure auch in der Frucht. Auch in den Kernen von Kernobst ist Blausäure vorhanden (aber pro kg Tiergewicht müsste etwa eine handvoll Kerne gefressen werden, um eine Wirkung zu erzielen).

Info

Leider haben wir nicht für alle Pflanzen die Inhaltsstoffe und den Vitamin C Gehalt herausfinden können, sollten Sie Informationen dazu haben würden wir uns über eine Nachricht an die Mailadresse: info@nager-info.de freuen.

*Anmerkung: Wir gehen in dieser Liste absichtlich nicht auf Warnungen bezüglich stark gespritzer Futtermittel ein. Sicher sind einige Gemüse oder Obstsorten teilweise stark belastet, aber diese Belastungen sind schwankend und z.B. im Biogemüse kaum zu finden. Teilweise sind Warnungen auf Produkte einzelner Länder beschränkt. Wir müssten hier ständig umstellen, wenn wir jeden aktuellen Warnhinweis einarbeiten würden. Grundsätzliche Warnungen wie: "Gurken sind immer stark gespritzt und sollten nicht gegeben werden" lehnen wir als zu ungenau und meist auch falsch völlig ab.

Ebenso gibt es hier keine Warnungen, wenn ein Lebensmittel einen gerade neu entdeckten krebserregenden oder sonstwie krank machenden Stoff enthält, denn solche Berichte sind oft das Produkt purer Panikmache und von den Medien aufgepuscht und dadurch darf man sich wirklich nicht zu sehr verunsichern lassen. Zwar werden immer wieder in einzelnen Lebensmitteln schädliche Stoffe entdeckt, aber für gewöhnlich in so minimalen Mengen, dass es lächerlich wäre, sie alle hier als gefährlich aufzulisten - es bliebe für die Tiere nichts mehr zu fressen übrig, wenn wir das konsequent durchziehen würden. Beispiel, der ausgesprochen gesunde Fenchel wird seit einigen Jahren als gefährlich eingestuft, weil er eine geringe Menge Safrol enthält. Im Fenchel ist der Anteil an Safrol so gering, dass er medizinisch nicht von Bedeutung ist. Krebserregend wirkt Safrol nur in größeren Mengen (wie z.B. in der Muskatnuß - durch das Muskatnuß Öl wurde Safrol als Droge und Krebserregend bekannt). Wie immer, wenn dann solche "neuen" Erkenntnisse im Internet verbreitet werden, stürzten sich Halter drauf und verteufelten fortan alles was Safrol enthält, egal, wie gesund es auch sein mag. ;)

Da diese Frage häufig kommt, finden Sie hier die Antwort auf die Frage:
Woher kommen unsere Futterlisten?