Augenprobleme beim Chinchilla

Krankheitszeichen / Symptome:

Folgende Symptome zeigen an, dass ein Chinchilla ein Augenproblem hat:
  • Es bildet sich milchig bis wässriger Ausfluß am Augenrand.
  • Die Augen sind verklebt und es finden sich nasse Stellen im Fell, Ausfluß ist rund um das Auge angetrocknet, teils kristalin.
  • Die Augenränder sind gerötet oder geschwollen
  • Das Auge quillt aus der Höhle und ist verdickt.

    Mögliche Ursachen

    Alle Allgemeinerkrankungen können mit einer Augenentzündung einhergehen! Falscher Sand kann die Augen reizen, es kommt zu Bindehautentzündung aufgrund von Staub- oder Sandkörnern. Heuhalmen können die Augen verletzten, auch andere Fremdkörper können zu kleinen Verletzungen der Hornhaut führen. Hat der Chinchilla häufiger tränende Augen oder deutliche Zeichen einer Augenentzündung, kann das auch die Folge von Backenzahnproblemen sein. Wenn der Kiefer sich entzündet oder zu hocher Druck auf den Kiefer ausgeübt wird, kann es zu Tränenfluss kommen. Lassen Sie also auf alle Fälle auch die Zähne kontrollieren! Quillt das Auge aus der Höhle oder ist es verdickt, könnte die Ursache für die Entzündung auch ein Tumor hinter dem Auge sein, in dem Fall sollte geröngt werden um das abzuklären.

    Erste Hilfe und Behandlung

    Selbstverständlich sollten alle Krankheiten nur von einem Tierarzt behandelt werden. Stellen Sie also das Chinchilla unbedingt einem Tierarzt vor. Unsere Tipps sind nur erste Hilfe Anweisungen!

    Untersuchen Sie das Auge vorsichtig auf Fremdkörper. Ziehen Sie es leicht auseinander und entfernen Sie vorhandene Fremdkörper mit der Pinzette, falls sie gut zu greifen sind - sind sie unsicher oder steckt der Fremdkörper tiefer im Auge, dann lassen Sie das unbedingt nur von einem Tierarzt machen!

    Liegt eine bakterielle Bindehautentzündung vor wird eine antibiotische Augensalbe oder Augentropfen verordnet (z. B. Floxal®, Gentamycin®, Posifenicol® etc.). Bei einer Verletzung wird das Auge gereinigt (mit Kochsalzlösung - nur vom Tierarzt!) und es werden eine antibiotische Salbe sowie meist noch Vitaminsalben verordnet. Die Behandlung sollte mindestens noch 2 Tage nach Abklingen der Symphtome weiter geführt werden.

    Verabreichung der Salben:
    Salben sind beim Verabreichen meist etwas problematisch. Der Salbenstrang löst sich häufig schwer von der Tubenspitze, so dauert es etwas, bis die Salbe im Auge ist. Dadurch kommt es häufiger zu direktem Kontakt von Salbentube und Auge und die Salbe wird mit Bakterien verunreinigt. Die meisten Kaninchen wehren sich dann verständlicherweise sehr gegen die Behandlung und viele Halter haben dann Angst, sie mit dem spitzen Tubenende zu verletzen. Deshalb sind Tropfen auf jeden Fall vorzuziehen, da sie leicht in das Auge getropft werden können. Werden doch Salben verabreicht und das Tier wehrt sich sehr stark dagegen oder die Salbe löst sich sehr schwer aus der Tube, ist es möglich, die Salbe erstmal auf einen sauberen QTipp aufzubringen und die Salbe damit vorsichtig ins Auge zu applizieren.

    Wichtig!

    Bei Augenentzündungen das Sandbad besser für die Dauer der Erkrankung weglassen (also ca. 5 - 7 Tage).

    Säubern Sie die Augen niemals mit Kamille, diese trocknet die Augen aus und die Schwebstoffe von Kamillenaufgüssen reizt die Augen und schädigt sie mehr als ihnen zu helfen. Verwenden Sie eher Kochsalzlösung aus der Apotheke, warmes Wasser oder entpsrechende Augentropfen.

    Benutzen Sie zum Reinigen der Augen nur Kosmetiktücher - keine Watte!