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Symptome von ErkältungskrankheitenDas erste Erkennungszeichen eines Schnupfens oder einer Lungenentzündung sind meist häufiges Niesen, bei Lungenerkrankungen auch ein knackendes Atemgeräusch. Im fortgeschrittenen Stadium kommen noch Nasenausfluss, Gewichtsabnahme, Nahrungsverweigerung, Augenausfluss und häufig starke Flankenatmung und Atemnot dazu.Beim ersten Anzeichen einer Erkältung ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen, da aus einem einfachen Schnupfen (Rhinitis) sonst sehr schnell eine Lungenentzündung (Pneumonie) werden kann! Erkältungskrankheiten werden von einer vielzahl verschiedener Bakterien und Viren ausgelöst, z B. P. pneumotropica, Streptokoken, Sendai Virus. Für einen Laien ist eine genaue Bestimmung des Erregers nicht möglich. Die Bakterien und Viren welche die Krankheit auslösen lassen sich auch bei gesunden Hamstern finden, zum Ausbruch kommt so eine Krankheit meist nur, wenn noch weitere ungünstige Faktoren auftreten:
Hamster können sich auch bei ihrem Halter anstecken! Hat der Halter eine Streptokoken Infektion z.B. eine Mandelentzündung oder eine durch andere Bakterien verursachte Erkältung, kann er den Hamster unter Umständen damit anstecken. Allerdings sind längst nicht alle Erkältungskrankheiten des Menschen für den Hamster ansteckend, da aber nie ganz klar ist, wodurch die Symptome einer Erkältung beim Menschen ausgelöst wurden, sollte die tägliche Versorgung des Tieres bei einer Erkältung nur mit frisch gewaschenen Händen oder mit Handschuhen erfolgen.
Behandlung von ErkältungskrankheitenWir möchten hier keine Anweisung zur Eigenmedikation geben, denn ein Laie kann eine Lungenentzündung nicht von einem harmlosen Schnupfen unterscheiden, von daher sollte immer ein Tierarzt die Behandlung übernehmen.Sinnvollerweise wird eine Erkrankungen der Atmungsorgane mit einem Antibiotikum behandelt, empfohlen wird eine Behandlung mit Chloramphenicol (Dosierung 2 - 5 mg pro 100 g Körpergewicht oder 0,2 - 0,5 ml Chloropal forte ad us. vet., Suspension). Ebenso können Präperate wie Baytril oder Borgal sinnvoll sein. Gut vertragen wird das neue Antibiotikum Marbocyl, es wirkt nicht Darmschädigend und wird ebenfalls bei Atemwegserkrankungen mit Erfolg eingesetzt. Schlägt ein Antibiotikum nicht an, wäre es sinnvoll, eine Sekretprobe zu kultivieren um herauszubekommen welches Bakterien für die Erkrankung verantwortlich sind - so kann gezielt ein neues Antibiotikum gegeben werden. Die Behandlung mit einem Antibiotikum muss mindestens 5 Tage, auch nach sofortigem Abklingen der Symptome, fort geführt werden. Antibiotika wirken sich negativ auf die Darmflora aus, wir empfehlen dem Tier nach der Behandlung einige Tage eine Darmkur zu verabreichen. Lösen Sie den Inhalt einer Kapsel Omniflora N in Wasser auf. Diese Menge reicht ca. 5 Tage. Unterstützend werden nach Absprache mit dem Tierarzt ggf. auch Vitaminpräparate verabreicht. Ebenfalls unterstützend kann man den Hamster inhalieren lassen. Dazu setzt man den Hamster in seine Transportbox (immer mit einem Teil Einstreu oder etwas Anderem unter dem er sich verstecken kann). Diese Box hält man dann über eine Schale mit heißem Kamillenaufguss (die Schale sollte um Verletzungen zu vermeiden mit einem Sieb abgedeckt sein. Dies kann man 2 x tägl. machen, sollte es den Hamster zu sehr stressen, stellt man die (mit dem Sieb abgedeckte) Schale nur so neben den Käfig und achtet auf eine gute Luftzirkulation. Es kann im akutem Krankheitsfall dazu kommen, dass der Hamster die Nahrungsaufnahme verweigert, in dem Fall kann es nötig sein, das Tier vorübergehend zu päppeln. Wägen Sie gut ab, ob es wirklich nötig ist, päppeln bedeutet Stress und sollte wirklich nur im bei totaler Nahrungsverweigerung zum Einsatz kommen. Wie gepäppelt wird, können Sie hier nachlesen: Zwangsernähren / Päppeln kranker Hamster. Kranke Hamster benötigen Wärme, stellen Sie eine Rotlichtlampe auf. Achten Sie darauf, dass nur eine Ecke des Geheges angestrahlt wird und das Tier selbst aussuchen kann, ob es in der Wärme liegt oder nicht. Die Temperatur sollte nicht wärmer als handwarm sein. |