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Wann gibt es was zu Futtern?
Egal wann ich im Wohnzimmer auftauche, diese neugierigen Nasen blicken mich erwartungsvoll an. Eben habe ich einfach mal die Kamera mitgenommen, um diese wundervollen Blicke zu dokumentieren.
Donnerstag, 07.02.2008 zwischen 9.48 und 10.15 Uhr - meine Schweine haben Hunger:
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Ungewöhnlich, aber es ist ja bekanntlich alles Möglich: eben war tatsächlich die sonst so verschlafene Wiesel die erste, die mich hungrig anblickte. Sonst verschläft sie ihre Mahlzeiten - absichtlich wie ich vermute, da sie dann das Futter direkt vors Mäulchen gelegt bekommt. Aber für so ein wichtiges Fotoshooting, ja da bemüht sie sich natürlich gleich sich ins rechte Licht zu rücken... wer weiß, vielleicht sieht ja jemand von "Deutschland sucht das Superschwein" zu.
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Von Hexe wurde ich auch sofort bemerkt und meine Anwesenheit im Wohnzimmer war ihr immerhin Grund genug, kurz - sehr kurz - mit dem Heu fressen aufzuhören und mich auch erwartungsvoll anzublicken... allerdings ist es ihr natürlich nicht möglich, extra zum Futterfordern ihren Heukasten zu verlassen oder sich sonstwie weiter anzustrengen.
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Nalani ging sogar sofort noch einen Schritt weiter und forderte mich laut und auch unübersehbar (wer kann schon einen 1293 g schweren, brüllenden, weißen Fellhaufen im Gehege übesehen?) auf, Futter zu verteilen. Welches sie ja auch wirklich sehr nötig hat, immerhin eifert sie gerade ihrem großem Vorbild "Eisbärmädel Flocke" nach, sie sieht nur nicht so ganz ein, dass aus ihr - egal wie viel sie frisst - nie ein großer Eisbär wird... na aber immerhin ist sie nah dran....
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Ihre kleine Schwester Leilani stand dem Futterbetteln heute eher skeptisch gegenüber. Nur weil ich mit der Kamera vor dem Gehege stehe, muss das ja noch lange nicht bedeuten, dass es auch Futter gibt. So beobachtete Leila die Angelegenheit lieber gelassen und mit extrem kritischem Blick von ihrer Korkhöhle aus... ein kluges Schwein das keinerlei Energien verbraucht wenn es sich nicht wirklich lohnt.
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Von ganz hinten im Gehege und deshalb sehr "unscharf" beobachtete Lotte Karotte das Geschehen. Nicht wirklich desinteressiert, aber auch nicht so bettelnd wie es sich gehört. Warum solle sich dieser Minilöwe auch anstrengen, das Futter kommt geflogen, oder eben nicht, nach Futter brüllen muss man nicht - das weiß Lotte und sie ist eins der Schweine, die selten mal am Schweinchenchor teilnehmen.
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Heidi wagte sich zwar unter der Etage hervor - blieb aber ihrer Art entsprechend gut getarnt im Hintergrund. Sie bettelt nicht um Futter, sie jagt es wenn es da ist. Sobald dann das Futter geflogen kommt, schießt sie wie eine Muräne aus ihrem Versteck hervor, schnappt zu und zieht den ergatterten Futterbrocken rücklings in ihr Versteck hinein.
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So langsam kamen die Damen doch in Schwung. Carolin bettelte nach zehn Minuten schon sichtbar aufmerksamer. Leicht beleidigt weil ich schon ewig rumblitzdingste und es immer noch nichts zu fressen gabt, schaute sie immer vorwurfsvoller in die Kamera.
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Timbu schloss sich dann auch endlich an - er braucht in letzter Zeit immer eine Weile, bis er hervorkommt um zu betteln. Das ständige Einfangen, Wiegen und Schneidezähne kürzen nimmt er uns extrem übel. Aber als der Leithammel ... ich meine natürlich unser stattlicher Leitbock ... dann gemerkt hatte, dass ich ihn bestimmt nicht fangen will, kam er brav herbei getrabt und schloss sich der Futterbettelei an.
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Timbu und Carolin beschlossen dann, dass es effektiver ist, wenn sie zusammen betteln. Um ihrem Futterbringer dabei näher zu sein und die Forderung nach Kräutern, Gemüse und vielleicht sogar Erbsenflocken dringender zu machen, werden sogar akrobatische Streckübungen am Korkbarren vorgeführt...
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Na und wenn dann so ein stolzer Leitbock seine Damen derart fröhlich anführt, da müssen dann auch andere Damen zeigen, dass sie die Hebefigur an der Korkröhre beherrschen und so stimmen immer mehr Mädchen in das infernalische Gebrülle und herzzereißende Gebettel mit ein und ich beschloss, dem grausamen Treiben ein Ende zu setzen und belohnte die Damen und Herren mit Kräutern und Erbsenflocken satt.
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