Ratteninfo
Ratten als Heimtiere erfreuen sich bei uns immer größerer Beliebtheit, wohl auch
deshalb, weil man allen Gerüchten zum Trotz feststellen kann, dass es sehr liebe,
verschmuste und vor allen Dingen kluge Tiere sind. Zwar stößt man auch heute
noch auf die alten Vorurteile, Ratten wären Krankheitsübeträger und unreine
Tiere, aber man weiß jedoch inzwischen, dass Ratten, die ja im Haus gehalten
werden und mit Keimen und Bakterien weniger in Berührung kommen, wie z.B. Hunde
und Katzen, sehr reinliche Tiere sind und sich oft putzen. Die Gefahr, dass die
Ratte sich z.B. mit Erkältungen beim Menschen ansteckt, ist sehr viel größer.
Der angeblich nackte Rattenschwanz führt immer wieder zu ablehnenden Haltungen
gegenüber der Ratte. Allerdings, ist dieser nicht wirklich nackt, sondern auch
behaart, angenehm warm und hochsensibel. Auch die Medien sorgen mit ihren meist negativen Horrorberichten immer
wieder für das negative Image der Ratte. Tatsache ist, dass es mittlerweile wie
bei anderen Haustieren auch Rattenvereine gibt, es leider auch schon div.
Züchtungen die nicht unbedingt immer zum Wohl der Tiere sind gibt und das die
Ratte nun auch die normalen Menschen für sich gewinnen konnte und die Zeiten als
die Ratte noch als Punkertier und Schockhaustier für Jugendliche galt vorbei
sind.
Farbratten gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia), Unterordnung Mäuseverwandte (Myomorpha), Gattung Eigentliche Ratten (Rattus), Art Wanderratte (Rattus norvegicus). Sie werden durchschnittlich
2 bis 3 Jahre alt und erreichen eine durchschnittliche Größe von 22 -26 cm
Länge (ohne Schwanz). Dieser misst zusätzlich etwa 18 - 22 cm. Weibchen wiegen zwischen 200 und 400 g, Böcke zwischen 250 und 500 g (Das sind keine absoluten Angaben, es gibt größere und auch kleinere Ratten).
Es gibt Ratten mittlerweile in vielen verschiedenen Farben. Da Farben/Rassen für die tiergerechte Haltung nicht von Bedeutung sind, gehen wir hier nicht näher darauf ein. Wenn Sie sich intensiver über verschiedene Farbschläge und Rassen informieren möchten, können Sie das z. B. hier: Rattenwelt - Farben und Zeichnungen.
Es gibt auch einige Rattenzüchtungen, deren weitere Zucht zumindest überdacht werden sollte. Ratten sollten nicht, wie es leider bei vielen anderen Tierarten üblich ist, dem Schönheitsideal mancher Menschen angepasst werden. Es ist nicht zu verantworten, ihnen das Fell weg zu züchten, oder die Kopfform der Tiere durch selektive Zucht zu verändern. Deshalb gehen wir hier in Sonderartikeln auf Arten ein, deren Zucht wir nicht unterstützen möchten:
Dumbo Ratten /PDF
Nacktratten
Weitere Infos bekommt ihr hier:
Rattenwelt / Qualzuchten - Ratten mit Behinderungen
Ob eine Ratte zu viel oder zu wenig wiegt hängt nicht vom Gewicht selber ab, sondern von seinen Proportionen. Fühlt sich
das Tier knochig an wenn man es umfasst.
Fühlt man deutlich Knochen und sticht die Wirbelsäule hervor darf die
Ratte gern etwas zunehmen und sollte dann mehr Trockenfutter, Nüsse und Kerne bekommen.
Fühlt sich das Tier schwammig an, biegen sich die Hinterfüßchen stark zur Seite weg und hängt der Bauch über den Füßen, dann sollte die Ratte
dringend mal auf Diät. Sie sollten dann zusammen mit Ihrem Tierarzt besprechen, wie Sie die Ernährung der Tiere umstellen müssen.
Ratten sind zwischen der 4. und 6. Woche fortpflanzungsfähig sie sollten nach der 4. Woche nach Geschlechtern getrennt werden. Bei Rattenböcken sind die Hoden sehr gut zu erkennen. Bei Weibchen ist der Abstand zwischen Geschlechts und Afteröffnung geringer als bei Böcken, außerdem sind die Zitzen zu erkennen.
Rattenbock |
Rattenweibchen |
Rattenweibchen |
Sollten Sie sich für eine gemischte Haltung entscheiden, müssen die Böcke kastriert werden. Eine Kastration ist nur dann notwendig. Rattenböcke die in reinen Bockgruppen gehalten werden, sollten unkastriert bleiben dürfen, die Kastration ist kein Mittel um ein bissiges oder unverträgliches Tier zu beruhigen, das wäre der falsche Weg.
Häufig bekommen Sie schon kastrierte Ratten im Tierheim, bitte fragen Sie dort nach und schauen Sie auch in die Vermittlungslisten des Vereins der Rattenfreunde Deutschlands Es ist anzuraten, die Tiere jung kastrieren zu lassen. Eine Kastration ab dem 4. Lebensmonat ist zu vertreten, bei früheren Kastrationen kann es zu Kleinwüchsigkeit und sogar Verhaltensstörungen kommen. Auch alte Böcke können noch kastriert werden, insofern sie ganz gesund sind.
Ratten sollten auf keinen Fall vor der OP ausgenüchtert werden, das würde zu einer fatalen Verdauungsstörung führen. Frischfutter könnte allerdings zur Fehlgärung führen, wenn es kurz vor der Narkose gegeben wird. Trockenfutter sollte bereitstehen. Nach der OP sollte der Patient noch etwa eine Woche auf
Handtüchern oder Einstreukissen gehalten werden. Selbstverständlich sollte der Bock während der Zeit gut
beobachtet werden, die Narbe sollte täglich kontrolliert werden und beim
geringsten Anzeichen von Verdickungen an der Narbe, starke Abnahme
oder sonstigen Krankheitsanzeichen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.
Vorsorglich wird der Bock zusätzlich mit Vitaminen und Mineralien versorgt.
Weitere Anweisungen bekommen Sie vom Tierarzt! Der Bock
bleibt zwischen 5 und 6 Wochen zeugungsfähig und darf dann erst
zu den Weibchen.
Sinnesleistungen
| Augen: | Ratten haben durch ihre seitlich angebrachten Augen einen guten Rundumblick. Sie haben kein räumliches Sehvermögen und können Höhen schlecht abschätzen, Bewegungen nehmen sie gut wahr, auch Farben können sie kaum erkennen, sie sehen also ihre Umwelt eher in Grautönen und das recht verschwommen.. |
| Ohren: | Ratten haben ein sehr gutes Gehör. Sie können ihre Ohren unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegen Sie nehmen auch Töne wahr, die der Mensch nicht mehr wahrnehmen kann. Sie verständigen sich auch vorwiegend im Ultraschallbereich |
| Nase: | Ratten haben einen ausgesprochen guten Geruchssinn. Sie nehmen ihre Umwelt über sehr differenzierte Gerüche wahr. Sie verständigen sich über gelegte Duftspuren, markieren ihr Revier mit Düften und orientieren sich auch bei der Partnerwahl und innerhalb des Rudels am Geruch |
| Mund | Ratten haben einen sehr ausgeprägten Geschmacksinn und können schon kleinste Veränderungen in der Futterzusammensetzung erkennen. Sie können Nahrungskomponenten erkennen, die ihnen oder einem ihrer Rudelmitglieder nicht bekommen sind und sortieren diese aus. |
| Gleichgewicht: | Ratten haben einen hochdifferenziertes Gleichgewichtsorgan im Innenohrbereich, so können sie problemlos auf Seilen oder an Kanten entlangbalancieren. |
| Tasthaare: | Ratten besitzen Tasthaare (Vibrissen) mit denen sie ihre Umgebung auch ertasten können. Sie können so auch in Dunkelheit ihre Umgebung gut wahrnehmen |
Daten
| Zähne: | Ratten haben Vorne ständig nachwachsende Nagezähne, diese Zähne haben Vorne eine starke Zahnschmelzauflage, die gelblich bis orange ist, dazu besitzen sie 12 Backenzähne die nicht nachwachsen |
| Füße | Ratten haben Vorne an den Füßchen 4 Zehen und eine nur ansatzweise vorhandene 5 Zehe, an den Hinterfüßchen haben sie 5 Zehen |
| Körpertemperatur: | ca. 36,5 - 37,9 °C |
| Atemfrequenz | ca. 80 - 140 Respirationen/min |
| Herzfrequenz | ca. 280 - 450 Schläge/min |
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Gewicht
Geschlecht
Kastration
Sinnesleistungen
Daten

Nur im Rudel sind Ratten glücklich

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