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Zwerghamster sind keine reinen Vegetarier, sie haben in ihrer Heimat einen sehr abwechslungsreichen Speiseplan. Im Sommer wird fast alles verspeist und eingesammelt, was ihnen vor das Mäulchen kommt. Sie verputzen gern jede Art von Kräutern, Früchten (Beeren), Getreide, Samen, Gemüsen und natürlich auch Insekten. Im Winter wird dann in erster Linie von den gesammelten Vorräten gezerrt und die Kost besteht dann hauptsächlich aus getrockneten Kräutern, Getreide und Sämereien. In der Heimtierhaltung können wir aber unserem Hamster das ganze Jahr über einen abwechslungsreichen Speiseplan bieten.
Spezielles:
Dsungarische Zwerghamster und Campbell Zwerghamster ernähren sich in erster Linie von Gräsern, Grassamen, Kräutern und Insekten. Der Anteil tierischer Nahrung beträgt ca. 40 %, Anteil Gräsersamen und Kräutersamen 40 - 50 %, Anteil andere Pflanzenbestandteile ca. 10 - 20 %.
Roborowski Zwerghamster ernähren sich überwiegend karg von Gräsern und Kräutern. Der Anteil an Gräsersamen und Kräutersamen liegt in freier Wildbahn bei um die 80 %, dazu kommt noch ein geringer Anteil tierischer Nahrung von ca. 10 % und andere Pflanzenteile von ca. 10 %.
Chinesische Zwerghamster haben ein sehr weites Futtersprektrum: Samen, Kräuter, Gräser, Getreide, Früchte und Insekten gehören dazu. Der Anteil an tierischer Nahrung liegt bei ca. 30 %, Kleinsämereien ca. 50 % und Pflanzenteile ca. 20 %.
Der wichtigste Bestandteil des Hamsterspeiseplans ist das Trockenfutter. Ein
ausgewachsener Zwerghamster benötigt etwa einen Teelöffel voll Trockenfutter. Beginnen Sie mit diesen Mengen, frisst der Zwerg diese Menge bis zur nächsten Fütterung ganz weg, geben Sie etwas mehr, bunkert er sehr viel, reduzieren Sie das Trockenfutter etwas. Einen kleinen Vorrat (ruhig bis 100 g) sollte der Zwerghamster sich anlegen dürfen, er fühlt sich sicherer, wenn er ein kleines Futterdepot hat. Tauschen Sie das Futterdepot regelmäßig gegen frisches Futter aus.
Im Zoofachhandel bekommen Sie mitunter geeignete
Trockenfuttermischungen für Zwerghamster. Welche Fertigfutter geeignet sind, können Sie dieser Liste entnehmen: Zwerghamstertrockenfutter. Beachten Sie, dass
Zwerghamster ein eiweißhaltigeres Futter mit höherem Kleinsämereienanteil brauchen, verwenden Sie niemals ausschließlich Goldhamsterfutter für Zwerghamster! Wie in etwa eine Mischung aussehen kann, ist hier nachzulesen: Rezepte. Ein hochwertiges Trockenfutter sollte viele Kleinsämereien, Grassamen, getrocknete Larven sowie Kräuter enthalten. Bunte und aufgepoppte und in Form gepresste Bestandteile sollten nicht oder nur in sehr kleinen Mengen (Fleischkroketten) vorhanden sein. Wählen Sie das Futter für den Zwerghamster sorgfältig gut aus. Riecht es frisch und
sieht es frisch aus? Schauen Sie auf die Zutatenliste und nehmen Sie Abstand von Futter mit Inhaltsstoffen wie Melasse, Zucker, Honig und nicht weiter gekennzeichneten "Nebenprodukten". Nehmen Sie Abstand von staubigem, grauem Futter. Achten Sie darauf, dass nicht zu viele fetthaltige Bestandteile im Futter
sind (Sonnenblumenkerne, Nüsse usw.), statt dessen sollten Kräuter und Gemüse im Futter zu finden sein.
Keimtest
Das Futter sollte keimfähige Samen und Getreide
enthalten. Machen Sie dazu einen Test auf der Fensterbank:
streuen Sie das Zwerghamsterfutter auf ein feuchtes Stück
Küchenpapier, halten Sie es feucht und sehen Sie, ob sich
Keimlinge entwickeln. Die Keime dürfen nach langsamer Gewöhnung gern regelmäßig mitverfüttert werden.
Grundsätzlich sind Keime ein gutes Beifutter, Idealerweise werden dazu verschiedene Getreide und Sämereien auf sauberen Küchentüchern feucht gehalten und die Keime (nach langsamer Gewöhnung) frisch verfüttert. Warnung: bildet sich weißer und pelziger Belag auf den Keimen, dann ist das Schimmel und die Keime dürfen nicht mehr verfüttert werden!
Futter selber mischen
Sie können das Futter für Ihren Hamster
auch selber mischen. Futter selber zu mischen, ist allerdings nicht ganz leicht, schnell wird es zu fettig oder es enthält zu wenig Vitamine, Mineralien oder Kleinsämereien etc.. Darum empfehlen wir "Anfängern", sich an unser unten stehendes Rezept zu halten.
Trockenfutter sollte nicht länger als 4 Monate gelagert werden. Bei zu langer Lagerung gehen Vitamine verloren und fetthaltige Bestandteile werden ranzig. Ideal zum Aufbewahren von Futtermitteln sind Blechdosen/Keksdosen, ebenfalls mit Papier ausgeschlagene, dickwandige Pappschachteln oder Holzschachteln. Weniger gut geeignet sind die beliebten Plastikbehälter mit fest verschließbarem Deckel oder Plastiktüten. Aus ihnen kann keine Restfeuchte entweichen und so kommt es zu Schimmelbildung. Tüten aus verschiedenen Materialien oder dünne Pappschachteln eignen sich zur Aufbewahrung nicht, sie bieten Parasiten keinen ausreichenden Wiederstand und so kommt es in Tüten häufiger zu einem Befall mit Mottenlarven und Milben.
Kleinsämereien (Hauptbestandteil jeder Zwerghamsterfuttermitschung!):
verschiedene Grassamen (z.B. Kammgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Weidelgras - nur ungedüngte Ware aus Deutschland verwenden? Sie bekommen diese Samen z.B. bei www.samenkiste.de) sollten den größten Teil der beigemischten Kleinsämereien ausmachen, dazu kommen Kräutersamen wie z. B. Löwenzahn und Fenchel, Blumensamen wie Heublumensamen und weitere Kleinsämereien/Ölsamen, die wegen ihres extrem hohen Fettanteils nur einen geringen Anteil an der Samenmischung ausmachen sollten, wie Negersaat, Kardi, Perilla, Leinsaat, Hanf, Mohn, Sesam. Diese Kleinsämereien können Sie als Wellensittichfutter fertig gemischt im Zoofachhandel bekommen, nur die Grassamen müssten Sie meist noch selber beimischen.
Getreide:
Haferflocken, -körner, -ripsen, Weizenkörner - und Weizenflocken (in geringen Mengen und aus Bioanbau), Kamut, Gerste, Roggen, Emmerweizen, Kolbenhirse, Buchweizen, grüner Hafer, Amarant.
Trockengemüse:
getrocknetes Gemüse erweitert den Speiseplan und wird häufig gern gebunkert, z. B. rote Beete, Möhren, Sellerie, Fenchel, Kohlrabi, Pastinaken, Petersilienwurzel, können also auch getrocknet verfüttert werden (diese Gemüsesorten können Sie fertig getrocknet kaufen oder im Umluftofen selber trocknen).
Getrocknete Kräuter: diese sollten im Futter enthalten sein, um den Mineralhaushalt zu regulieren. Gegeben werden können: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Kamille, Kornblumenblüten
Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerichkraut, Vogelmiere. Diese Kräuter bekommt man in der Apotheke oder günstiger hier: Hasenhaus im Odenwald, Kräuter Kate, das Scheunenlaedchen.
Weitere trockene Bestandteile:
Diese Bestandteile können das Futter interessanter machen, aber nur in geringen Mengen:
Bruchmais), Reisflocken, Erbsenflocken, Johannisbrot, ungezuckerte Corn Flakes, ungezuckertes Früchtemüsli, rohe
Nudeln.
Nüsse/Kerne: Nüsse und Kerne sollten nur sehr selten verfüttert werden, da sie sehr fetthaltig sind. Pro Woche 4 Sonnenblumenerkerne, ein Viertel Wahlnuss oder eine halbe Haselnuss oder entsprechende Stückchen anderer Nüsse reichen aus um die Hamster mit den benötigten Fettsäuren zu versorgen. Gegeben werden können: Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse, Kürbiskerne.
Natürlich kann und soll auch immer frisches
Blüten- oder Kräuterheu im Käfig sein, sei es zum Nestbau, zum darin rumwühlen
oder auch zum Verzehr.
Lesen Sie dazu auch: Trockenfutter - wie kommen wir auf diese Rezepte?
Laien verwenden am besten 300 g Hamstertrockenfutter als Basis. Welche Fertigfutter unserer Ansicht nach geeignet sind, können Sie dieser Liste entnehmen: Zwerghamstertrockenfutter. Das Futter sollten wenig Nüsse im Futter sein, und Erdnüsse sollte man bei allen Futtersorten heraussuchen, da
sie oft Schimmelsporen enthalten. Sie können aber auch auf das Fertigfutter verzichten. Statt Vogelfutter und Grassamen einzeln zu kaufen, können Sie auch diese Futtermischung verwenden: Futterkonzept / Rennmaus Spezial
Mischung für Dsungaren:
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter) oder
200 g Kleinsämereienmischung (verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat, Hanfsamen, Amaranth)
100 g Mehrkorn Getreidemischung (Getreide mit Spelzen, nur wenige Flocken)
200 g Grassamen (nur ungedüngt, nicht aus dem Baumarkt!)
200 g Vogelweichfutter oder getrocknete Garnelen und Mehlwürmer
100 g Trockengemüse
250 g Kräutermischung mit Blüten
50 g Gemisch aus Bruchmais, Erbsenflocken, Johannisbrot, Nudeln
Mischung für Campbells und Campbell/Dsungaren Hybriden (Mischlinge):
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter) oder
200 g Kleinsämereienmischung (verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat, Hanfsamen, Amaranth)
100 g Mehrkorn Getreidemischung (Getreide mit Spelzen, nur wenige Flocken)
200 g Grassamen (nur ungedüngt, nicht aus dem Baumarkt!)
200 g Vogelweichfutter oder getrocknete Garnelen und Mehlwürmer
350 g Kräutermischung mit Blüten
50 g Gemisch aus Bruchmais, Erbsenflocken, Nudeln
Mischung für Chinesische Zwerghamster:
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter) oder
200 g Kleinsämereienmischung (verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat, Hanfsamen, Amaranth)
150 g Mehrkorn Getreidemischung (Getreide mit Spelzen, nur wenige Flocken)
150 g Grassamen (nur ungedüngt, nicht aus dem Baumarkt!)
150 g Vogelweichfutter oder getrocknete Garnelen und Mehlwürmer
100 g Trockengemüse
200 g Kräutermischung mit Blüten
50 g Gemisch aus Bruchmais, Erbsenflocken, Johannisbrot, Nudeln
Mischung für Roborowski Zwerghamster:
200 g Vogelfutter (Wellensittichfutter) oder
200 g Kleinsämereienmischung (verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat, Hanfsamen, Amaranth)
150 g Mehrkorn Getreidemischung (Getreide mit Spelzen, nur wenige Flocken)
300 g Grassamen (nur ungedüngt, nicht aus dem Baumarkt!)
100 g Vogelweichfutter oder getrocknete Garnelen und Mehlwürmer
100 g Trockengemüse
100 g Kräutermischung mit Blüten
50 g Gemisch aus Bruchmais, Erbsenflocken, Johannisbrot, Nudeln
Nüsse und Kerne können ebenfalls in geringen Mengen unter jede Futtermischungen gemischt werden, 50 g auf 1 kg Futtermischung.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Zusammensetzung des gehamsterten und des nicht verzehrten Futters. Lassen Sie Bestandteile die gar nicht gefressen werden weg (manche Zwerghamster mögen z.B. keine getrockneten Kräuter, fressen diese Tiere allerdings regelmäßig Frischfutter und im Sommer frische Gräser und Kräuter, können die getrockneten Kräuter weg gelassen werden). Fressen die Tiere aber von Heute auf Morgen bestimmte Futterbestandteile nicht mehr, untersuchen Sie die Tiere, ob ihre Zähne noch ok sind und sie sonst gesund sind - oder suchen sie ggf einen Tierarzt auf.
Werden bestimmte Futterbestandteile komplett gefressen, dann geben Sie mehr davon ins Futter (Ausnahmen, wenn viel zu viele fetthaltige Bestandteile aufgenommen werden, es kommt selten vor, aber manche Hamster sind auf Fettfutter fixiert.). Zu bestimmten Jahreszeiten entwickeln Zwerghamster bestimmte Vorlieben für manche Futterbestandteile, dann werden z.B. Hirsen bevorzugt und sollte dann auch vermehrt gegeben werden.
Wilde Zwerghamster verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, ihr Futter zu suchen, zu sammeln und zu erarbeiten. Auch Hamster in der Heimtierhaltung möchten Ihr Futter nicht nur aus dem Fressnapf einsammeln, dadurch würden sie nur träge und fett werden. So kann das Futter zur Bewegung und Beschäftigung anregen:
- Eine Kolbenhirse hängt bei unseren Zwerghamstern eigentlich immer im Käfig. Mitunter
wird sie allerdings in einer Nacht zerlegt und gebunkert - dann muss der Hamster
etwa eine Woche warten, bis er die nächste Kolbenhirse bekommt. Alternativ kann auch eine Flachsrispe gegeben werden.
- Trockenfutter wird niemals in den Napf gegeben. Es sollte immer im ganzen Gehege verstreut werden, außer in den Pinkelecken verschmutzt es bei den sauberen Hamstern nicht. Wurde das Trockenfutter bisher nur im Napf gereicht, muss der Hamster das Suchen erst lernen: verstreuen Sie das Futter erst nur um den Napf herum und dann immer weiter weg, so lernt der Hamster, sich sein Futter zu suchen und ist damit am Abend schon eine ganze Weile beschäftigt. Es ist darauf zu achten, dass die Tiere ihre Kleinsämereien wirklich finden können, ggf. verstreut man einen Teil davon auf den uneingestreuten Etagen.
- Verstecken Sie das Trockenfutter in Heubergen, in Eierkartons und Pappröhren, dort können Sie zusätzlich Taschentücher vorstecken (aber erst, wenn der Hamster schon gelernt hat, dass er dort Futter findet) - dann braucht er länger, um dran zu kommen, und sammelt gleichzeitig Nistmaterial, im Holzlabyrinth, Erdnüsse mit Schale und Kerne werden in den Erdebuddelkasten oder in den Sand gesteckt usw.
- Beliebt sind auch Futterspieße, dazu spießen Sie einfach
Gemüse und Obst auf Metallspieße, die es extra zu dem Zweck im Zooladen
gibt, und hängen diese ins Gehege.
- Frischfutter kommt teilweise in den Fressnapf. Allerdings kann man auch
das Frischfutter verstecken. Hängen Sie es an die Decke oder
verstecken Sie es in einem Taschentuch, zerknülltem Papier, einem Pappkästchen
oder einer Pappröhre.
- Ebenfalls sehr beliebt sind kleine Graswiesen. Dazu nehmen Sie einen Blumentopf oder eine Keramikpflanzschale und füllen diese mit ungedüngtem Torf. Dort hinein können Sie dann Verschiedenes aussähen, beliebt sind Mischungen aus Weizen, Gerste, Hafer, Gras mit einem kleinen Anteil an Kräuter wie Dill und Petersilie. Wenn das Grün ca. 10 cm hoch steht, können Sie Ihrem Hamster diese "kleinen Wiesen" zum Fressen und Auseinander nehmen in den Käfig stellen. Gewöhnen Sie ihn vorher langsam an das ungewohnte Grün.
Füttern Sie Grünfutter 1 x am Tag, aber nur in solchen
Mengen, dass es schnell verzehrt wird. Geben Sie nur kleine Portionen z. B. eine halbe, dünne Scheibe Gurke, dazu ein fingernagelgroßes Stück Paprika und eine 1 cm dicke Scheibe Möhre. Vergewissern Sie sich, dass der Zwerghamster Frischfutter nicht bunkert. Falls er das
doch tut, nehmen Sie es täglich, nachdem Ihr Hamster aufgestanden ist, aus dem
Häuschen. Zwerghamster sind von Natur aus keine großen Grünfutter- Fans, sollten aber trotzdem täglich eine kleine Auswahl Frischfutter angeboten bekommen. Waschen Sie das Frischfutter vor dem Verfüttern gründlich.
Eine ausführliche Frischfutterliste mit Besonderheiten finden Sie hier: Frischfutterliste
Hier eine einfache Auflistung als erste Übersicht: Gemüse sollte vermehrt gegeben werden, Obst in sehr kleineren Mengen.
Gemüse:
Fenchel, Möhren, Gurken, Paprika, frischer Mais (nur wenige Körner!), gern auch Maisblätter, Tomaten (ohne Grün, giftig!), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Sellerie, rote Beete und Zucchini. Sie können auch verschiedene Salatsorten verfüttern, aber immer nur in geringen Mengen, sie sind meist stark Nitrathaltig und können in großen Mengen zu Durchfall führen. Gegeben werden können: Feldsalat, Chicoree, Eisbergsalat, Endiviensalat, Mangold und Bio-Kopfsalat.
Obst: Campbells und Campbellhybrieden neigen zu Diabetes, bei diesen sollte auf Obst verzichtet werden.
Gegeben werden können:
Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen.
Auch verschiedene frische Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren (nur ein Viertel), Johannisbeeren, Heid
elbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Getrocknete Beeren sollten seltener gegeben werden.
Von dem Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen oder Durchfall. Wenn Sie trotzdem Kirschen, Pfirsiche und Co verfüttern möchten, dann immer nur sehr, sehr kleine (fingernagelgroße) Mengen.
Hinweis Diabetes:
Es ist bisher nicht wissenschaftlich erwiesen, dass rotes Gemüse - vor dem in allen Foren bei Diabetes gewarnt wird - Diabetes begünstigt! Der Kohlenhydratgehalt, also der Gehalt verschiedener Zuckerarten, ist in rotem Gemüse meist nicht nennenswert höher als bei anderen Gemüsesorten, auch der Anteil an Glukose und Fructose unterscheidet sich nicht stark. Es sind auch keine Stoffe aus rotem Gemüse bekannt, die Diabetes begünstigen. Hier an Auswahl zu sparen, wegen dubioser Anweisungen, wäre fatal, da wir den Tieren damit auch alle positiven Eigenschaften des entsprechenden Gemüses vorenthalten. Den Gehalt verschiedener Zuckerarten im Gemüse können Sie dieser Tabelle entnehmen: Nährwerttabelle. Bisher ist der beste Schutz gegen Diabetes immer noch eine sehr ausgewogene Ernährung, mit sehr vielen verschiedenen Futterbestandteilen, täglich verschiedene Sorten frisches Gemüse und Grünfutter/Kräuter, Obst sollte ein seltenes Leckerchen bleiben, ebenso sollte wenig Trockengemüse gegeben werden. Auf Leckerchen aus dem Zooladen, gebackene Leckerchen, Trockenobst und Knabberstangen sollte verzichtet werden. Ein großes Gehege und viel Bewegung sind ebenfalls wichtig um Diabetes vorzubeugen.
Keime:
Keime von verschiedenen Getreide- und Kleinsämereien dürfen gern verfüttert werden. Streuen Sie dazu einfach Trockenfutter oder Getreidemischungen auf ein feuchtes Küchentuch, halten Sie dieses feucht und verfüttern Sie die Keime frisch. Achten Sie darauf, dass die Keime nicht schimmeln!
Sie können auch verschiedene Kräuter, Blätter und Blüten verfüttern. Diese bitte nicht an
Straßenrändern und Hundeklos pflücken. Besser ist es, wenn Sie diese Pflanzen auf der Fensterbank ansähen oder auch getrocknet verfüttern.
Folgende Pflanzen sind geeignet: Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter, Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerichkraut, Vogelmiere. Sowie natürlich Gras und auch die grünen Halme von verschiedenen Getreidesorten dürfen verfüttert werden, sie sollten aber nur selbstgezogen sein, denn man weiß nie, ob das Feld, an dem man pflücken möchte, gerade gedüngt oder gegen Ungeziefer gespritzt wurde!
Eine ausführliche Liste geeigneter Kräuter/Blätter/Blüten mit Besonderheiten finden Sie hier: Frischfutterliste/Kräuter
Verfüttern Sie nur Pflanzen, die Sie als
ungiftig für Hamster kennen. Pflanzen, die uns harmlos erscheinen, können für
Hamster giftig sein!
Folgende Pflanzen sind für Hamster eher unverträglich:
Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln (enthält sehr viel schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig), Klee,
die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Papaya, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Zwiebelgewächse wie Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Zwiebeln.
Giftig sind unter Anderem folgende Pflanzen:
Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.
Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie erst Ihren Tierarzt oder uns, eine Liste mit Giftpflanzen finden Sie auch hier: Giftpflanzendatenbank Uni Zürich
Tierische Nahrung ist für Zwerghamster ein unverzichtbarer Bestandteil des
Hamsterspeiseplans
Bei Heimtieren reicht es aus, ca. 3 x die Woche tierische Nahrung zu geben.
Achten Sie darauf, dass die verderbliche Nahrung sofort verzehrt wird, füttern
Sie direkt aus der Hand.
Eine ausführliche Liste mit Besonderheiten finden Sie hier: Futterliste/Eiweißfutter
Geeignet sind:
Mehlwürmer, gern täglich einen Mehlwurm, wenn der Hamster nicht übergewichtig ist, sonst eher weniger Würmchen und mehr Magerquark. Wie Mehlwürmer unter zu bringen sind und was man sonst über sie wissen muss, können Sie hier nachlesen: Mehlwürmer
Wenn Sie Ihren Hamster in einem Terrarium oder einem Aquarium halten, dann können
Sie auch gelegentlich einmal andere Insekten, wie z . B. ein Heimchen, eine Grille etc. verfüttern, es ist eine echte Freude, dem
Hamster beim Einfangen solcher fliegenden und hüpfenden Schätzchen zuzuschauen. Sie können ebenfalls getrocknete Bachflohkrebse, Garnelen (nur ohne Zusätze!) und andere getrocknete Insekten und Ähnliches verfüttern.
Verarbeitete Milch in Form verschiedener Milchprodukte wie Magerquark und auch Magermilchjoghurt, Fruchtjoghurt können in geringen Mengen gereicht werden. Ein gestr. Teelöffel pro Tag höchstens, zu viel davon führt zu Durchfall. Milch in reiner Form darf nicht angeboten werden, Zwerghamster haben eine Lactose-Intoleranz, Milchzucker führt zu Durchfall.
Stückchen von hartgekochten Eiern können ebenso hin und wieder mal angeboten werden wie fettarmer milder Käse (ohne Schimmel), Hüttenkäse und auch Katzenleckerchen (ohne extra zugesetztes Taurin, oder in kleinen Mengen) und Hundekuchen/Hundemüsli, ideal sind bei Katzenleckerchen und Hundekuchen folgende Werte: 22 % Rohprotein und 4 - 5 %Rohfett.
Oft wird dazu geraten, den Hamstern fettarmes Hackfleisch zu geben. Wir raten dringend davon ab. 1. ist es schwer verdaulich und 2. kann der Halter nicht kontrollieren, ob es gefressen oder gebunkert wird. Auch wenn das Hackfleisch von Hand gefüttert wird, stopfen die Tiere es sich mitunter nur in die Backen und bringen es dann ins Nest. Hier schimmelt und fault das Fleisch sehr schnell, und die so entstehenden Fäulnisbakterien und Schimmelkulturen sind schwer gesundheitsschädlich.
Zu beachten wäre noch, dass man schwangeren Hamsterweibchen etwas mehr tierisches
Eiweiß zuführen muss, da sie schneller zu Mangelerscheinungen neigen und es sonst
schlimmstenfalls zu Todgeburten kommen kann.
Eine zusätzliche Vitamingabe ist bei abwechslungsreicher Ernährung nicht
erforderlich. Bei Krankheit müssen Sie aber auf eine ausreichende Versorgung mit
Vitaminen achten und nach Absprache mit dem Tierarzt Vitaminpräparate geben.
Frische oder getrocknete Zweige sollten immer im Zwerghamsterkäfig vorhanden sein, gern auch mit einigen Blättern dran.
Welche Zweige geeignet sind, ist hier nachzulesen:
Frischfutterliste / Zweige
Altes,
hartes Brot ist ungesund. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Zwerghamster eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Es sollte deshalb eher nicht verfüttert werden.
Als besonderes Leckerlie und ebenfalls zur Zahnpflege können Sie Ihrem Hamster gelegentlich
Hundekuchen gönnen, natürlich können Sie ebenso taurinfreie
Katzenleckerchen geben. Besonders beliebt sind bei unseren Hamstern Maisringe
und kleine Hundeknochen.
Alle Hamsterarten sollten grundsätzlich einen Wassernapf oder eine Wasserflasche im Gehege haben. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden. Achten Sie auf eine weiche Wasserqualität. Oft decken die Tiere ihren Wasserbedarf über das gereichte Frischfutter. Aber bei einem Wetterumschwung, bei trockener Heizungsluft oder auch bei einer beginnenden Infektion ist es lebensnotwendig, dass diese Tiere unverzüglich Zugang zum Wasser haben, ein Wassermangel könnte dann sehr schnell zur Austrocknung der Tiere führen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: Welches Wasser für Kleintiere?
Futterzusätze und Leckerchen
Nicht zu einer tiergerechten Ernährung gehören viele Leckerlies, die Sie im
Fachhandel angeboten bekommen. Joghurtdrops, Nagergebäck und ähnliche
Knabbereien enthalten zu viel Zucker und Fett und sind für die gesunde Ernährung nicht empfehlenswert.
Knabberstangen Drops und andere Knabbereien enthalten oft Honig, Melasse und Zucker, was dazu führen kann, dass die Backentaschen verkleben und die Tiere an ihren nicht nachwachsenden Backenzähnen Karies bekommen! Kein Nagetier benötigt künstlich hergestellte Nahrungsmittel aus bunten Kartons. Die Ernährung eines Hamsters sollte so naturnah wie möglich sein. Lesen Sie dazu auch: Snacks.
Geignete Leckerchen
Alle Zwerghamster neigen zu Diabetes. Trotzdem dürfen in sehr geringen Mengen getrocknete Früchte als Leckerchen angeboten werden (ein Stückchen die Woche), nur Campbell Zwerghamster müssen darauf ganz verzichten. Besonders beliebt sind Rosinen, aber auch Äpfel, Birnen und Hagebutten werden mitunter gern genommen. Ungezuckerte Bananenchips sind trotz allem noch sehr süß und sollten ein seltenes Leckerchen bleiben, gezuckerte oder mit Honig lasierte Bananenchips sind tabu.
Heucobs/Wiesencobs und Bloxx bestehen zu einem großen Teil aus kaltgepresstem Heu und Kräutern. Sie eignen sich als Beschäftigungsfutter.
Salzlecksteine, Mineraliensteine, Kalksteine, Vitamintropfen und andere Zusätze Braucht ein Hamster auch sowas? Die Antwort auf diese Frage finden Sie hier:
Vitamine/Salzlecksteine/Mineralsteine.
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