ecke BRAINS WORLD

Pinkys letzte Party

Es war eine Party von der die Meerieheit noch lange muigen wird. Bergeweise verschiedene Heusorten wurde überall im großen Gehege und im Wohnzimmer verteilt - es war eine einzige große Heuwiese. Gurkenbäume wuchsen in der Mitte vom Gehege, Kräuterecken und kleine Graswiesen wechselten sich ab. Fencheltee, Kamillentee und der sehr beliebte Melissentee wurde in Näpfen gereicht. Frische Zweige luden zum drunter sitzen oder auch zum annagen ein. Für Farbakzente sorgten verschiedene getrocknete Blütenblätter wie z.B. Sonnenblumenblüten und Gänseblümchen die zusammen mit anderen Trockenkräutern großzügig über die Heuberge verteilt waren. Grüner Hafer und nette helle Erbsenflockenflecken rundeten das Gesamtbild ab und von Zeit zu Zeit flogen bergeweise Gemüsestücke ins Gehege.

Als die Tür zum Festessen sich öffnete stürzten 8 brüllende Muiger laut quitzend und übereinanderpolternd über das Futter her und die Gastgeberin dieses Festmahls Lady Pinky schritt direkt auf einen Gemüseberg zu und begann diesen langsam aber sicher kleiner werden zu lassen. Ausgelassen tobten die Muiger lange Zeit durch und über die Heuwiese. Alle schienen dieses Fest sehr zu genießen und muigten, Poppcornten und rannten wild rum - auch Pinky schien für eine kurze Zeit fast wieder gesund.

Die Zweibeiner konnten nicht Schlafen und blieben die ganze Nacht bei der Party, Tee trinkend wurden die Muigs beobachten wie sie über die Grassteppe streiften, mit den Füßchen nach verborgenen Erbsenflocken und Sonnenblumenkernen scharrten. Auch Pinky machte mit. Am Morgen war das Fest vorbei, alle Muigs lagen schlafend und ausgestreckt mit dicken Bäuchen und zufrieden in der Gegend rum - nur Pinky saß mit gestreubtem Fell unter ihrer Raufe und nun war auch deutlich zu sehen, dass sie wieder sehr starke Tumorschmerzen hatte und sich nicht entspannen konnte.

Nun war es an der Zeit, dass sie ihr letztes Fest verlies. Ein kurzer Griff und ein Schluck und das Beruhigungsmittel tat seine Wirkung. Sie war dann fast entspannt, aber immer noch sah ich, dass sie Schmerzen hat und ich einfach einsehen mußte, dass ein Schweinchen das frisst und munter nach Gurke ruft trotzdem leiden kann.

Wir fuhren zu unserem Tierarzt. Als Pinky dann in fester Narkose war, mußten wir beide einsehen, dass es die richtige Entscheidung war sie gehen zu lassen, auch mein Doc der zuerst nicht ganz überzeugt war sah dann, dass es sein mußte. Unser lieber Tierarzt hat dann den großen Meerietu gerufen und das Sensenschweinchen kam und holte unsere Pinky sanft über die Regenbogenbrücke. Es war sehr schwer sie gehen zu lassen, denn sie wirkte noch so munter und schien auch ihre Party wirklich zu genießen, obwohl ich doch zugeben muss, dass eher ich Diejenige bin, die eine Abschiedsfeier einfach gebraucht hat um loslassen zu können. Es fiel mir schwer sie ihm zu überlassen, aber er und ich wollten genauer wissen wie es in ihr aussieht. Die Obuktion ergab, dass wir keinen Tag länger hätten warten dürfen, 6 Tumore an verschiedenen Organen haben diesem lebenslustigem Tier starke Schmerzen bereitet.

Wir vermissen unser wunderschönes und einzigartiges schwarze Braunstrumpfamerikan Crested Meerschweinchen. Sie hatte eine Würde und Ausstrahlung die alle anderen Schweinchen nur bewundern konnten. Nur ca. 4,5 Jahre durfte sie bei uns sein und wir haben viel mit ihr erleben dürfen, 14 Monate hat es gedauert bis sie endlich ihre Gurke persönlich bei uns abholte. Sie war Barrys Lieblingsfrau und was immer Pinky tat, Barry tat es auch und so kam es, dass beide Schweinchen über 2 Monate davon überzeugt waren, dass man nicht auf die Etagen gehen kann. Sie war Brains beste Freundin und Brain war tagelang selber krank, als ihre Freundin Pinky nicht wiederkam.

Am 31.10.2003 verlies uns unsere kleine Pinky für immer. Es trauern die Zweibeins Christine und Sascha sowie die Meeriebande Brain Chefschwein, Barry Brommsler, Fluschwein, Oma Lisa, Kampfschwein Maggy, das Quantenbit und Chaos Candy.

Am 10.12.2004 folgte Brain ihrer Pinky auf die Regenbogenbrücke - ihren Nachruf finden Sie hier Nur ein Meerschweinchen


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©2000-2004 by Christine Wilde und Sascha Wilde
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