Verletzungen am Schwanz
Die Schwanzhaut der Ratten reißt sehr leicht ein. Wird der Ratte am Schwanz festgehalten oder klemmt er sich den Schwanz ein (z.B. in Astgabeln in denen der Schwanz hängen bleibt, leider klemmen sich die Tiere auch immer noch bei der Verwendung von unggeigneten Laufrädern mit Schereneffekt den Schwanz ein - siehe auch: Gefährliches Zubehör), reißt die Schwanzhaut ein und lößt sich dann oft auch ab. Die Schwanzhaut reißt meist an verschiedenen Stellen ringförmig ab. Am Schwanzende ist dann nur noch das Schwanzskelett sowie ein wenig Gewebe zu sehen. Schlimmstenfalls reißt der Schwanz ganz oder teilweise ab.
Nach dem Abriss blutet das Schwanzende meist nur sehr kurze Zeit. Eine Erstversorgung mit einem Verband ist häufig nicht möglich, da die Ratten den Verband abnagen. Nach einigen Stunden trocknet das verletzte Ende langsam aus. Mit der Zeit wird das Schwanzende schwarz, die vertrockneten Skeletteile fallen irgendwann (meist innerhalb von 1 - 2 Wochen) ab.
Eine Behandlung ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht nötig oder möglich. Mitunter amputieren sich die Ratten das nekotische Schwanzende selbst. Eine Salbenbehandlung ist für gewöhnlich nicht sinnvoll, Salben weichen die Wunde auf und verhindern so, dass sich eine schützende Blutkruste bildet. Die Blutkruste über einer Wunde ist allerdings ein natürlicher und sinnvoller Schutz vor Infektionen.
In seltenen Fällen kommt es zu einer Infektion des Schwanzendes, diese ist durch eine erhöhte Temperatur des Schwanzes und starkem Juckreiz zu erkennen. Der Ratte nagt viel am Schwanz und wirkt unruhiger. In so einem Fall ist es evtl. sinnvoll, dass Schwanzende chirugisch zu entfernen (der Schwanz wird über der Verletzung amputiert) und/oder den Ratte mit einem Antibiotium (z. B. Chloramphenicol oder Enrofloxacin) zu versorgen um eine aufsteigende Infektion durch über den Wirbelkanal zu verhindern.
Abgerissene Schwanzspitze:


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