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Tiergerechte Laufräder

Es gibt eine Vielzahl von Laufrädern und viele Argumente für und gegen Laufräder. Unsere eigenen Erfahrungen und viele neue Studien zeigen, dass Laufräder bei einer Käfiggrundfläche ab 2 m² zwar nicht mehr unbedingt notwendig sind - aber doch jeder Hamster gern einfach mal losrennt und im Rad Stress abbaut und genau diese Möglichkeit bietet ihm ein empfehlenswertes Laufrad.

Vorab möchten wir auf Folgendes hinweisen.

Laufräder können einem Hamster einen großen Abwechslungsreich eingerichteten Käfig nicht ersetzen!

Hamster, welche in zu kleinen Käfigen mit Laufrad gehalten werden, entwickeln meist stereotypenähnliche Verhaltensmuster. Das heißt, sie wiederholen immer und immer wieder die gleichen Bewegungsabläufe, meist ist es das Laufen im Laufrad. Haben Tiere in zu kleinen Gehegen keine Laufräder, entwickeln sie andere Stereotypen. Das stundenlange Laufen im meist viel zu kleinen Laufrad bleibt nicht ohne gesundheitliche und psychische Folgen. Tiere, die solche Verhaltensmuster zeigen tun kaum noch etwas Anderes mehr (wie z.B. in der Erde wühlen, im Sand buddeln, Futter suchen etc.). Nimmt man diesen Tieren ihr Laufrad weg, wirken sie Anfangs sehr lustlos und bewegen sich kaum noch oder nagen stundenlang am Gitter oder scharren in den Ecken des Käfigs. In so einem Fall sollte erstmal ein großer, tiergerecht eingerichteter Hamsterkäfig her und der Hamster sollte langsam vom Rad entwöhnt und zu anderen Beschäftigungen angeregt werden. Erst wenn der Hamster gelernt hat, auch andere Beschäftigungen anzunehmen, ist es ratsam, ihm ein gutes Laufrad anzubieten.

Hamster gehören zur Familie der Wühler, diese Tiere laufen in ihrem natürlichen Lebensraum nicht Stundenlang geradeaus, sondern dort legen sie immer nur kleine Strecken zwischen ihrem Bau und den Futterquellen zurück. Sie legen zwar in einer Nacht oft insgesammt viele Kilometer zurück, aber meist nicht mehr als wenige Meter am Stück, denn die durchschnittliche Größe des durchstreiften Gebietes eines Hamsters beträgt nur wenige Quadratmeter. Ein ständiges Laufen im Rad nutzt ihren Bewegungsapparat unnatürlich ab, frühzeitige Alterung und Gelenkschäden können die Folge davon sein.

Das ideale Laufrad

Auch wenn der Hamster nicht ständig im Rad laufen sollte. Ein Laufrad gehört trotzdem zur Einrichtung dazu. Nur in einem Laufrad kann ein Hamster einfach mal los rennen. Im Gehege würde er, egal wie groß es ist, schon nach einem kurzem Sprint an der Wand ankommen.

Im Folgenden gehen wir auf die verschiedenen angebotenen Laufradmodellen ein:

So sieht das ideale Laufrad aus

  • Der Ideale Durchmesser für ein Goldhamsterlaufrad liegt bei etwa 30 cm. Es darf auch ruhig etwas größer sein. In zu kleinen Laufrädern kommt es zu einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule (vorne läuft der Hamster hoch, hinten runter!), sie wird falsch abgenutzt, was dem Hamster auf Dauer Schmerzen bereitet und im schlimmsten Fall zu Bandscheibenvorfällen führt. Hier können Sie nachlesen, woher dieses Maß kommt und wie die richtige Laufradgröße berechnet wird: Laufradgrößen berechnen.
  • Das Laufrad muss auf einer Seite völlig geschlossen sein (Gitter sind gefährlich - die Füßchen können sich darin verfangen). Die Einstiegsseite sollte ganz offen sein. Haltestreben bei handelsüblichen Metallaufrädern führen zu Verletzungen durch starke Schläge mit dem Streben, es kommt zu Hämatomen, Rippenbrüchen und ähnlichen Verletzungen.
  • Die Lauffläche muss völlig geschlossen sein. Es dürfen keine offenen Sprossen vorhanden sein in denen sich die Hamster verfangen können. Die Lauffläche muss über eine Struktur verfügen, (Rillen oder eine Naturstruktur, z. B. durch Korkbelag) die es dem Hamster erlaubt, darauf ruhig und gleichmäßig zu laufen. Sind Sprossen aufgegeklebt, müssen diese leicht rund gefeilt, nicht höher als 2 mm und fußgroß sein, sie dürfen nur geringe Abstände von nicht mehr als 3 cm aufweisen, damit der Hamster dort gut Halt findet. Die im Handel angebotenen Laufräder mit eingeklebten Sprossen haben derzeit alle einen falschen Abstand der Sprossen und die Sprossen sind für Hamsterfüße zu groß! Ich empfehle diese zu entfernen und durch einen Einsatz aus Korkplatte oder Korktstücke (Bastelanleitung hier) zu ersetzen. Ebenfalls geeignet sind Lochbleche mit sehr kleinen Löchern. Es gibt mittlerweile Räder für Degus, mit einem engmaschigem Gitter, allerdings ist der Abstand bei diesen Gittern noch zu groß und somit nicht optimal für Goldhamster, eine Verletzungsgefahr kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Das Rad darf nur an der geschlossenen Seite aufgehangen werden. Eine beidseitige Aufhängung ist immer eine Gefahrenquelle (Schereneffekt). Neue Räder werden an kleinen Rädchen an der Käfigdecke befestigt, allerdings sind diese Räder häufig sehr laut. Besser sind moderne Räder mit Standbeinen. Wenn das Rad angeschubst wird, darf es nicht gleich umkippen. Schwere Holzstandbeine sind gut geeignet.
  • Das Rad muss leicht und rund laufen ohne zu eiern. Ein hochwertiges Kugellager ist also wichtig. Es gibt heutzutage viele günstige Räder, die zwar augenscheinlich den teuren Holzrädern ähneln, aber leider ein billiges Kugellager haben, diese Räder eiern nach kurzer Zeit, quietschen und machen Tier und Halter nicht lange Freude.
  • Das Rad muss aus ungiftigen Materialien bestehen. Entweder aus Holz, welches zusätzlich urinabweisend lackiert wird (falls der Hamster ins Rad pinkelt), aus ungiftigem Plastik, welches keine Splitterbildung aufweist, wenn es angenagt wird oder aus Metall.

Leider sind empfehlenswerte Laufräder noch immer die Ausnahme, die meisten Laufräder die man im "Zoofachhandel" erwerben kann sind für Hamster ungeeignet.

Wodent Wheel

Das neue Wodent Wheel Laufrad erfüllt alle Vorgaben welche an ein gutes Hamsterlaufrad gestellt werden. Es ist für Goldhamster in zwei Größen erhältlich, für kleine Goldhamster als Wodent Wheel , Durchmesser: 27 cm, Breite: 7 cm, für normal große Goldhamster das Wobust Wheel in der Größe: Durchmesser: 30 cm Breite: 11 cm. Es besteht aus ungiftigem Plastik, erzeugt keine scharfen Splitter und weist keinerlei Schereneffekte auf. Der Hamster hat die volle Kontrolle über das Rad, es ist leicht und stoppt dadurch nahezu synchron wenn der Hamster aufhört zu laufen. Eine Verletzung beim Aussteigen ist daher nicht möglich.

Ein kleines Handicap hat das Rad, der Fuß ist nur gut geeignet, wenn das Rad oben am Gitter befestigt (auch da gibt es allerdings Kritiker, die befürchten Hamster, die am Gitter langklettern könnten zwischen Halterung und Standbein fallen und sich dort einquetschen) oder auf eine Etage gestellt wird. In die Streu gestellt kann das Rad schnell zugebuddelt und somit schwer gängig werden. Auf eine glatte Etage gestellt ist der Stand nicht ganz fest, es verrutscht leider bei sehr starken Tieren mitunter, von daher sollte es auf einer speziellen Etage fest angebracht oder mit einer nicht rutschenden Unterlage versehen werden.

Das Wodent Wheel Laufrad benötigt regelmäßige Laufradpflege. Es kann dazu komplett auseinander genommen und gereinigt werden. Nach der Reinigung ist es unbedingt nötig, die Achsen einzufetten, damit das Rad leicht und geräuschfrei läuft. Sehr gut geeignet ist dafür handelsübliche Vaseline. Öl eignet sich nicht, Industrieöle sind giftig für die Hamster, Pflanzenöle aus der Küche werden schnell ranzig und halten den Belastungen der Reibungshitze auf Dauer nicht stand.

Wodent Wheel Laufräder in vielen verschiedenen Farben, sowie Ersatzteile und passende Etagen mit Befestigung können Sie bei Rodipet erwerben. Lesen Sie hier mehr dazu: Warum Rodipet! .

Holzlaufräder
  • Viele Modelle haben immer noch offenen Holzprossen und Aufhängungen, dort können sich die Hamster verfangen und sich die Gliedmaßen verrenken oder schlimmstenfalls brechen.
  • Die meisten Holzlläufräder sind zu klein für Mittelhamster.
  • Zwischen den Standbeinen und dem Rad können sich Hamster einklemmen.
  • Die Holzlaufräder können angenagt werden und verlieren dann evtl. ihren Stand und/oder laufen nicht mehr rund, meist werden sie allerdings nur von Tieren angenagt, die sonst keine anderen Nagemöglichkeiten haben oder ohnehin Verhaltensauffällig sind
  • Häufig befinden sich in billigen Holzlaufrädern ungeeignete Sprossen und die Kugellager haben eine schlechte Qualität und geben schnell den Geist auf.

Achten Sie beim Kauf auf Qualität! Wir fanden im Handel bisher nur wenige empfehlenswerte Holzlaufräder. Alle Räder von Rodipet können wir allerdings uneingeschränkt empfehlen. Diese lassen sich sogar in der Höhe verstellen und können so auch bei hoher Einstreu gut aufgestellt werden. Diese Räder haben eine durchgehende, gewachste Lauffläche oder eine Korklauffläche und sind nicht chemisch behandelt. Sie laufen durch ein hochwertiges Kugellager ruhig und sind an der geschlossenen Seite aufgehängt.

Ebenfalls geeignet sind die Räder von Getzoo, sie verfügen auch über eine sinnvolle Rillenstruktur und ein hochwertiges Kugellager.

Nicht geeignet sind fast alle anderen, meist günstigeren, Holzlaufräder aus dem Handel. Die dort eingeklebten Laufstege sind für Hamsterfüße zu groß, haben einen zu hohen Abstand und damit machen sie ein gleichmäßiges Laufen unmöglich . Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als könnten die Tiere gut laufen, die Auswertung von Filmaterial hat deutlich gezeigt, dass die Tiere in solchen Rädern nicht so gut und so gleichmäßig laufen können, wie in den Rädern mit Rillenstruktur. Es kommt in den Rädern dazu, dass die Tiere häufiger stolpern und sich verletzen. Außerdem ist das Holz sehr rau und es kam und kommt immer wieder zu blutigen Spuren in den Rädern, die darauf hindeuten, dass die Tiere sich die Fußsohlen wund laufen und sogar durchlaufen. Sie können solche billigen Räder verwenden, wenn Sie die Sprossen entfernen und eine dünne Korkplatte als Lauffläche einkleben.

Verschmutzen die Hamster ihre Laufräder sehr stark, ist es nötig, diese Holzlaufräder vor dem Gebrauch zu lackieren. Gut geeignet sind dafür spezielle Lacke für Kinderzimmereinrichtung, da diese ungiftig sind, wenn sie angenagt werden.

Metallaufräder

Metallaufräder mit offenen Sprossen sind von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als tierschutzwidrig und gesundheitsschädlich eingestuft. (Merkblatt Heimtierhaltung, Tierschutzwidriges Zubehör (62) und Merkblatt für Heimtierhalter Hamster TVT )
  • In den offenen Sprossen und Aufhängungen können sich die Hamster verfangen und sich die Gliedmaßen verrenken oder schlimmstenfalls brechen.
  • Jutebänder bieten nur eine scheinbare Sicherheit, sie können angenagt werden, Fäden können sich um die Beinchen wickeln oder durchhängen und in den entstehenden Löchern können die Hamster hängen bleiben
  • Beim Aussteigen aus einem handelsüblichen Metallaufrad können sie sich zwischen den Haltestreben einquetschen (Schereneffekt) wie auf dem Bild Rechts zu sehen ist. Auch Metallaufräder mit Seitenbefestigung haben noch einen Haltestreben am Rad der durch Schläge zu Verletzungen führen kann.
  • Die meisten Metalläufräder sind zu klein für Mittelhamster.
  • Unter dem dem Rad können sich Hamster einklemmen, da die Standbeine nicht hoch genug sind

Hier finden Sie einen Erfahrungsbericht zum Thema Metallaufräder:
Bericht über Verletzungen durch ein Metallaufrad.

Sonstige
Plastiklaufräder

Es gibt im Handel noch weitere Plastiklaufräder, nicht alle sind für Hamster geeignet!
  • Das Laufrad sollte aus Hartplastik, besser noch aus ungiftigem und nicht spliterndem Plastik sein, weiche Laufräder könnten angenagt werden und die Spliter können im Darm zu tötlichen Verletzungen führen.
  • Die meisten Plastiklaufräder sind zu klein für alle Hamsterarten. Vor allem die in Kaufkäfigen vormontierten Räder sind meist nicht zu empfehlen. Diese Räder haben oft nur einen Durchmesser von 13 cm, das ist für alle Hamsterarten zu klein und führt zu schweren Rückenproblemen.
  • Häufig haben diese Plastikräder noch offenen Sprossen, in diesen kann sich der Hamster mit seinen Füßchen verfangen und verletzen. Aber auch eckige Sprossen sind oft zu scharfkantig für empfindliche Hamsterfüße.
  • Die meisten Standardplastikräder haben in der Mitte eine Vorstehende, nicht gesicherte Halterung. An dieser Halterung kann sich der Hamster beim Laufen verletzen.

Ein deutliches Beispiel für ein zu kleines Rad uns eine Auswirkungen können Sie hier finden:
Negativbeispiel - Erläuterungen anhand eines Bildes

Mehr Informationen zu Laufrädern finden Sie hier im: Laufradtest der Hamsterinfo dort finden Sie auch einen Artikel und eine Zusammenfassung über die Laufradstudie der Uni Bern.

Laufteller

Die "Laufteller" oder auch "Flying Saucers" wurden ursprünglich in den USA für Chinchillas entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Laufteller aus Metall, Holz oder Kunststoff, welcher in der Mitte mit einem Kugellager versehen ist. Der Laufteller wird am Gehegerand befestigt oder im Gehege aufgestellt. Wir sind vom Laufteller keinesfalls überzeugt und empfehlen ihn nicht. Auch bei deinem großem Durchmesser biegen sich die Tiere beim Laufen nach innen durch, wenn sie auf laufen. Das führt zu einer dauerhaft einseitigen Belastung der Wirbelsäule. Ungeschickte Tiere können bei einem abruptem Halt durch die entstehenden Fliehkräfte regelrecht durch die Gegend geschleudert werden. Sie landen dann sehr unsanft an den Käfigwänden. Die meisten Laufteller sind außerdem zu glatt, oder haben Rillen, die in zu großen Abständen eingefräßt sind. Kein von uns getesteter Laufteller hatte eine Lauffläche, die für Hamsterfüße und die entsprechende Schrittlänge optimiert ist.

Warnung vor Joggingbällen und ähnlichen Spielzeugen

Verzichten Sie auf Laufkugeln aus Plastik, die sogenannten Joggingbälle und andere Spielzeuge wie z. B. Autos mit Kugeln, in welche die Tiere eingesperrt werden um damit durch die Wohnung zu rollen. Diese sind nicht umsonst von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als tierschutzwiedrig und gesundheitsschädlich eingestuft. (Merkblatt Heimtierhaltung, Tierschutzwidriges Zubehör (62) und Merkblatt für Heimtierhalter Hamster TVT ).

Diese Kugeln sind für das Tier sehr gefährlich, denn Hamster (und auch andere Tiere) können sich in solchen Geräten sehr schwer verletzen. Beim Rollen in der Hamsterkugel können die Tiere nicht manövrieren, sie können also keine Vollbremsung hinlegen, wenn die Zimmerwand oder ein Tischbein näher kommt. Die Kugel rollt ungebremmst auf das Hindernis zu und schlägt dagegen. Selbst wenn die Hamster die Gefahr rechtzeitig wittern, können sie nicht rechtzeitig anhalten. Dass die Tiere dabei schwere Trauma, Verstauchungen und weitere Verletzungen erleiden können, muss wohl kaum erwähnt werden. Bekommen die Tiere im ganzen Haus Auslauf in solchen Kugeln, ist es schlimmstenfalls sogar denkbar, dass sie damit die Treppen herunter fallen - das kein Tier so einen Sturz unbeschadet überlebt, sollte jedem klar sein.

Weitere Probleme der Hamsterkugel sind allein schon durch die Beschaffenheit der Kugel vorprogrammiert. Gerade bei der körperlichen Anstrengung in der Kugel atmet ein Hamster schneller, aber er bekommt kaum Frischluft, denn die Belüftung in diesen Kugeln reicht nicht aus, die Lüftungsschlitze sind zu klein. Ein weiterer Nachteil der Kugel ist der, dass es keine Hamsterkugeln gibt, die groß genug wären. Der Durchmesser dieser Kugeln reicht gerade mal von 12 - 18 cm. Damit ein Goldhamster mit geradem Rücken laufen kann, muss ein Laufrad - und ergo auch eine Laufkugel - einen Durchmesser von 30 cm haben. In den zu kleinen Kugeln biegt der Rücken permanent durch - Bandscheibenvorfälle, Rückradverkrümmung und damit auch bleibende Rückenschmerzen sind die Folge.

Ein Auslauf in der Laufkugel ist für Hamster auch kein "echter Auslauf". Die Wände hindern den Hamster daran, etwas von seiner Umgebung wahrzunehmen. Hamster sind kurzsichtig, durch die Wände wird ihr Sehvermögen weiter eingeschränkt, sie können also nicht sehen wohin sie laufen. Der Sinn auf den sich ein Hamster am meisten verlässt ist sein Geruchssinn, aber in einer Plastikkugel eingesperrt kann kann ein Hamster seine Umgebung nicht erschnuppern. Auf sein feines Gehör verlässt sich der Hamster ebenfalls beim Laufen, aber in dieser Kugel dringen Geräusche nur eingeschränkt und Verändert zum Hamster durch. Er ist also nicht in der Lage, sich in einer Hamsterkugel zu orientieren. Dass allein sorgt beim Hamster für ausgesprochen großen Stress. Stellen Sie sich vor, sie wären fast blind und würden in so eine kleine Kugel gesperrt um sich damit über ein für Sie völlig unbekanntes Gelände zu laufen, hätten Sie Spass daran?

Auch wenn es vielleicht so aussehen mag, als ob Ihr Hamster fröhlich in seiner Kugel läuft - in Wahrheit hat er nur schreckliche Angst und läuft panisch um zu entkommen, denn er kann diese Kugel ja nicht verlassen, wann er das will, ihm wird das Laufen in der Kugel aufgezwungen. Auch wenn der Hamster vielleicht von selber in die Kugel geht, wissen Sie denn ganz genau, wann er wieder hinaus möchte und wann das freiwillige Laufen einem erzwungenen Laufen und Panik weicht? Manche Hamster nutzen die Kugel tatsächlich freiwillig, aber das sind grundsätzlich nur Tiere, die keine andere Möglichkeit haben und ihr Leben in einem winzigen Hamsterkäfig verbringen. Gibt man diesen Tieren eine sinnvolle Alternative - nämlich ein großes Gehege und viel Auslauf, gehen sie nicht mehr freiwillig in die Kugel!

Wer seinen Hamster liebt, der verzichtet auf eine Laufkugel und baut dem Tier statt dessen einen schönen, hamstergerechten Lebensraum und lässt ihn in einem Auslauf ungehindert laufen und seine Welt ohne Plastik dazwischen erkunden!

Aktion gegen Joggingbälle