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Aufzucht |
Artemia AufzuchtEigentlich ist es im Grunde ganz leicht: Salzwasser, ein Glasbecken, Artemiaeier und los gehts... naja, ok, ganz so leicht ist es nicht, wenn man möchte, dass die Tierchen überleben.GrundausstattungFür die Artemia Aufzucht wird nicht viel benötigt, daher sind diese kleinen Krebse ein recht günstiges Hobby.Folgende Grundausstattung empfehlen wir:
Bei der Reinigung von Becken und Zubehör darf kein Reinigungsmittel verwendet werden! Nur heißes Wasser ist erlaubt, alle Gegenstände und Becken werden mit kochendem Wasser keimfrei gemacht und alles sollte immer gründlich mit klarem Wasser gespült werden.
EierEs gibt verschiedene Artemiaarten, die Eier und Zubehör können Sie bei vielen Anbietern im Internet bekommen, Links zu diesen Anbietern finden Sie hier: Empfehlenswerte Links zu Artemia. Die Eier müssen trocken und dunkel gelagert werden. Je älter die Eier sind, umso geringer ist die Schlupfrate, daher empfiehlt es sich nicht, die Eier lange zu lagern oder große Mengen zu kaufen.Statt Eier und Salz einzeln zu kaufen, kann auch Artemix von Hobby / Dohse Aqaristik oder JBL ArtemioMix zu verwenden. Diese müssen allerdings "verdünnt" werden. Auf 1 Liter mit dem Mix kommen 1 - 2 Liter reines Salzwasser. Vorgefertigte Zuchtansätze von unterschiedlichen Anbietern aus dem Internet können natürlich auch verwendet werden. Dort sind Eier und Salz im passenden Verhältnis gemischt.
Einrichtung - BeckenverschönerungEin leeres Becken sieht recht fade aus und bietet den Artemien keine Abwechslung, außerdem haben die Algen keine Möglichkeit, sich fest zu setzen, deshalb sollte das Becken entsprechend eingerichtet werden.Alle Einrichtungsgegenstände müssen vor Verwendung mit kochendem Wasser keimfrei gemacht werden, die Artemien vertragen Verunreinigungen im Wasser nur schlecht. Bodengrund: Es ist sinnvoll, den Boden mit Aquarienkies, Garnelenkies oder Spezialsand auszulegen. Eine gut 2 - 3 cm hohe Schicht sollte im Becken sein. Wir verwenden feinen Chinchillaquarzsand ohne Zusätze und feinen Aquarien- und Garnelenkies als Bodengrund. Hier können sich Algen bilden und die Artemien scheinen gern mal darauf zu laufen und Algen abzufressen und regelrecht zu gründeln. Deshalb sollte die Hälfte des Beckens mit feinem Sand oder sehr feinem Aquarienkies bedeckt sein. Tonscherben, Tontöpfe, Tonröllchen oder andere Einrichtungsgegenstände aus Ton sollten im Becken zu finden sein. Diese sind schön porös und so können sich Algen daran fest setzen. Seidenpflanzen aus der Aquaristikabteilung sind bei entsprechender Qualität eine echte Bereicherung für das Becken. Die meisten Plastikpflanzen aus der Aquaristikabteilung tun sich mit dem Salzwasser auf dauer schwer und bleichen aus. Echte Wasserpflanzen überleben die hohe Salzkonzentration nicht. Mooskugeln (eigentlich ein Süßwassergewächs) überleben allerdings eine ganze Weile im Becken. Steine, wie z.B. große und kleine Kiesel, Schieferplatten und Kalksteine, Zeolit (spezielle Steinchen, die für Aquarienfilter verkauft werden), sowie andere kleine Steinchen als Deko sind gut geeignet und bieten den Algen einen guten Untergrund zum wachsen. Auf keinen Fall dürfen allerdings billig eingefärbte Dekosteine verwenden werden, diese färben im Wasser aus und die Farbe ist für Artemien schädlich. Nur durchgefärbte Steine sind erlaubt. Glasperlen und Glassteine können verwendet werden. Aber keine billigen Steine aus dem Dekoladen, diese sind häufig nur von Außen gefärbt und die Farbe blättert ab. Nur Glassteine verwenden, die explizit für die Aquaristik angeboten werden! Aquariendeko aus dem Fachhandel, welche speziell für Salzwasser geeignet ist, kann natürlich auch verwendet werden.
Fertig eingerichtete Becken sind hier zu finden:
Tipp: für Anfänger gibt es hier Komplettsets - wenn ich etwas mehr Geld übrig hätte, dann würde ich mir sicher sofort eins kaufen - diese Sets scheinen optimal geeignet zu sein, auch Einzelkomponenten können hier gekauft werden: Aufzucht und PflegeNachdem alle Einrichtungsgegenstände gesäubert sind und das Becken eingerichtet ist, wird die richtige Menge Spezialsalz (ca. 32 - 35 g) mit dem Wasser vermischt und umgerührt bis das Salz ganz gelöst ist, Wasserzusätze werden ggf. hinein gegeben. Das Wasser wird in das Becken gefüllt und am Rand des Beckens wird mit Tesafilm eine Markierung angebracht. Diese zeigt uns, wie hoch das Wasser steht. Mit der Zeit verdunstet das Wasser und deshalb muss regelmäßig Wasser nachgefüllt werden, sonst wird die Salzkonzentration im Becken zu hoch. Das Nachfüllwasser sollte schon in einem Glas bereit stehen und es muss die gleiche Wassertemperatur haben, wie das Wasser im Becken. Zuletzt wird eine kleine Messerspitze Algenpulver auf einem Teelöffel mit Wasser aufgeschwemmt und dann in das Becken gegeben.Zu Anfang ist das Wasser häufig etwas trübe, bzw. es trübt sich im Laufe der ersten Woche etwas ein. Nach etwa 1 - 2 Wochen sollte das Wasser wieder etwas klarer sein und erste Algen setzen sich an den Beckenwänden ab. Dann ist im Wasser ein stabiles Gleichgewicht zwischen den nützlichen Bakterien eingetreten und nun wird eine kleine Menge Eier in das Becken gegeben. Auf keinen Fall dürfen zu viele Eier in das Becken gegeben werden, pro Liter Wasser nur eine kleine Messerspitze voll. Das Becken sollte hell und sonnig stehen. Licht fördert den Schlupf der Nauplien. Jetzt dauert es etwa 24 - 36 Stunden bis die ersten Nauplien schlüpfen. Das Becken muss auch während dieser Zeit belüftet werden, indem das Wasser umgerührt wird oder die Pumpe hin und wieder für einige Minuten angestellt wird. Sobald die Nauplien geschlüpft sind, wird 2 - 3 Tage nicht belüftet, danach muss die Belüftung wieder täglich stattfinden. Fütterung: In den ersten 2 Tagen müssen die Nauplien nicht gefüttert werden, sie ernähren sich von den Resten ihrer Eier. Ab dem dritten Tag werden einige Tropen Liquizell ins Wasser gegeben, das Wasser sollte sich dabei nur leicht grünlich färben. Die nächste Fütterung ist erst wieder fällig, wenn das Wasser klar gefressen ist. Wenn die Nauplien ca. 10 Tage alt sind, wird zur Fütterung normales Mikrozell verwendet, auch hier nur kleine Mengen in das Wasser geben, eine Messerspitze reicht aus. Das Wasser darf nicht zu grün werden, dann kippt es leicht und verdirbt. Aber die Artemien sollen natürlich auch nicht verhungern. Wenn man Glück hat, wächst auf dem Boden und an den Dekogegenständen mit der Zeit ein kleiner Algenteppich, dieser sollte unbedingt erhalten bleiben, er dient den Artemien als Nahrung. Reinigung: Mit einer Pipette sollten regelmäßig Verunreinigungen entfernt werden. Artemien häuten sich, um zu wachsen, die Haut schwimmt als kleine Flocken (es sieht ein wenig aus wie Staub) durch das Becken, diese Flocken können leider auch an andern Artemien hängen bleiben. Außerdem können alte Eierschalen faulen und auch Staub und andere Verunreinigungen sind im Becken mit der Zeit zu finden. Wenn das Becken gerade belüftet wurde, schwimmen diese Verunreinigungen im Becken herum, dann können sie mit einer Pipette vorsichtig aufgesaugt und entfernt werden.
Kleine Becken müssen häufiger gründlich gereinigt werden, bzw. es empfiehlt sich ein Teilwasserwechsel. Becken ab 10 l müssen seltener oder gar nicht gesäubert werden. Ist eine Reinigung nötig, weil das Wasser sehr verschmutzt ist, wird folgendermaßen vorgegangen: |