Frischfutterliste

In dieser Liste haben wir Futterpflanzen zusammengefasst die an gesunde Kaninchen verfüttert werden können. In dieser Liste werden auch Kalzium und Phosphor Werte angegeben, nach Möglichkeit sollte das Futter einen Gehalt von 1,5 Teile Kalzium auf 1 Teil Phosphor enthalten. Alle Angaben sind Durchschnittswerte, da die Nährwertangaben je nach Lagerung, Art (verschiedene Möhrensorten, verschiedene Apfelsorten ), Bodenbeschaffenheit und Anbaugebiet stark schwanken.

Wenn Sie auf den Namen des Futtermittels klicken bekommen Sie Bilder und mehr Infos zur Pflanze!

Beachten Sie die angegebenen Besonderheiten bei der Fütterung! Wenn ein Futtermittel unter Besonderheiten mit einem - gekenntzeichnet ist, dann bedeutet das lediglich, dass uns keine zu beachtenden Besonderheiten zu diesem Futtermittel bekannt sind, es also im Rahmen der normalen Fütterung gegeben werden kann. In der Liste finden sie lediglich aufgeführt, was gegeben werden kann, Mengenangaben entnehmen Sie bitte unseren Fütterungshinweisen!

Nicht alle Kaninchen vertragen immer alle hier aufgeführten Futtersorten, einzelne Kaninchen entwickeln mitunter Unverträglichkeiten gegen einzelne Gemüsesorten. Jedes Futtermittel kann bei einseitiger und übermäßiger Fütterung zu Unverträglichkeiten führen, achten Sie also auf eine gesunde Abwechslung im Futterplan.

Wichtiger Hinweis zur kalziumreduzierten Ernährung bei Blasenschlamm

Kalziumreduziert meint nicht, dass alle Futtermittel die Kalzium enthalten zu streichen sind, dadurch würde es zu einem gefährlichem Ungleichgewicht und schlimmstenfalls zur Knochenerweichung und Zahnproblemen beim Tier kommen! Frische Kräuter und manche Gemüsesorten enthalten augenscheinlich viel Kalzium, da aber mit ihnen gleichzeitig Flüssigkeit aufgenommen wird, wird der Urin verdünnt und das Kalzium besser ausgeschieden. Frischfutter und Grünfutter werden also nicht reduziert! Getrocknete Kräuter werden ebenfalls nicht ganz von der Futterliste gestrichen, sondern nur reduziert. Mehr Informationen sind hier zu bekommen: Blasen- und Nierenerkrankung beim Kaninchen.

Gemüse

Obst

Kräuter/Blätter/Blüten

Zweige

Giftstoffe

Info/Anhang

Futterart Kalzium Phosphor Besonderheiten
Gemüse mg pro 100 g mg pro 100 g
Aubergine 12 20 Das Grün enthält Solanin, ebenfalls die nicht reife Frucht. Nur ganz reife Früchte dürfen ohne Grün gefüttert werden.
Blattspinat 125 55 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen sehr Mengen verfüttern!
Blumenkohl 20 54 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Broccoli 100 80 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Chicoree, Brüsseler 20 23 Hoher Oxalsäureanteil in den äußeren Blättern! Nur die inneren Blätter anbieten. Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Chinakohl 40 30 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Eisbergsalat 19 20 Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Endivien 50 60 Hoher Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie Vitamin A,B und C, enthält Inulin, dieses wirkt galle- und harntreibend sowie appetitanregend. Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Feldsalat (Rapunzel, Nüssler); CH: Nüsslisalat 30 49 Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Fenchelknollen 100 51 Knollen und Grün dürfen verfüttert werden, gut verträglich bei Verdauungsbeschwerden, hoher Mineral- und Vitaminanteil, kann den Urin verfärben. Und bitte nicht die Panikmache wegen dem Safrol /Estragol glauben und auf ein gesundes Lebensmittel deshalb verzichten, siehe Anmerkung unter der Liste ;)
Grünkohl/ Braunkohl; CH: Federkohl 210 80 Grünkohl ist reich an verschiedenen Vitaminen und Mineralien, er ist als gesundes Winterfutter einzustufen. Weitere Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. Grünkohl ist kein Wirz, Wirsing.
Gurken 20 24 Alle gängigen Gurkenvarianten können verfüttert werden, egal ob Schlangengurke, Salatgurke, Nostranogurken etc. Gurken können in sehr großen Mengen zu Matschkötteln führen.
Kohlrabi 70 50 Blätter dürfen gut gewaschen mitverfüttert werden. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Kopfsalat 35 30 Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Kürbis 25 30 Alle für den Menschlichen Verzehr geeigneten Kürbisarten dürfen verfüttert werden, eine Auflistung dieser Arten finden Sie hier: Gemüse: Kürbis, Zierkürbisse dürfen natürlich nicht verfüttert werden.
Mangold, Krautstiel 100 40 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern!
Möhren, Karotten, Wurzeln, CH: Rüebli 40 30 Alle Möhrenarten (orange, violett, gelb etc.) und ihr Grün sind als Futter geeignet. Mehr Infos hier: Die Möhre - doch nicht so ungesund!.
Pastinaken 50 70 Gutes Winterfutter
Paprika rot
gelb
grün
Rot 15
Gelb 51
Grün 10
Rot 35
Gelb 26
Grün 25
Strunk entfernen dieser enthält Solanin, Paprika enthalten viel Vit C; Namensverwirrung: Schweizer nennen die normale Gemüsepaprika "Peperoni". Für sie heißt nur das Gewürz "Paprika", welches nicht verfüttert wird. Deutsche nennen allerdings scharfe Chilischoten Peperoni, diese sollten auch nicht verfüttert werden.
Petersilienwurzel 60 60 Auch Knollenpetersilie und Wurzelpetersilie - ist ein hochwertiges Winterfutter
Pilze kA kA Champignons werden in geringen Mengen vertragen
Portulak 100 40 Portulak enthält Omega 3 Fettsäuren, sowie Vit. B1, B2 und B6
Radieschenblätter kA kA Die Blätter werden gern gefressen, Radischen sollten nur in sehr kleinen Mengen angeboten werden, diese enthalten Stoffe (Senfölglucoside) welche die Atemwege reizen können.
Romana-/ Romanosalat / Lattich / Römersalat 36 45 Sehr Vitaminreich, nur in kleinen Mengen verfüttern, Mehr Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Romanesko 20 54 Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Rote Beete, Randen 25 38 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern, Kot und Urin verfärben sich rot!
Rucola/ Rauke kA kA Enthält sehr hohe Mengen an Nitrat, enthält Senföle, ist ein Kohlgewächs - kein Salat! Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl
Sellerie
Stangen- und Knollensellerie
70 90 Knollensellerie ist gutes Winterfutter, er sollte gut gewaschen oder besser noch geschält werden, beide Selleriearten dürfen komplett mit Blättern verfüttert werden.
Spargel 22 52 Spargel ist stark harntreibend und sollte nur selten in kleinen Mengen gegeben werden, auf ausreichend Flüssigkeitszuuhr ist zu achten.
Spinat
frischer Blattspinat
125 55 Wegen des hohen Oxalsäureanteils nur in geringen Mengen verfüttern
Steckrübe, Kohlrübe, Bodenrübe, Bodenkohlrabi 50 30 Nahrhaftes und Vitaminhaltiges Wintergemüse
Stielmus; Rübstiel; CH: Cime di Rapa 210 28 Informationen zu Salat als Futtermittel sind hier zu finden: Minderwertiger Salat?
Schwarzwurzel 50 75 Nur geschält verfüttern, wirkt harntreibend, wenig geben
Tomaten 13 25 Grün entfernen - Tomatenpflanzen sind giftig, Tomaten können bei Überfütterung zu Durchfall führen
Topinambur 10 78 Die gesamte Pflanze (Blätter, Blüten) kann verfüttert werden. Die Knollen sollten eher selten auf dem Speiseplan stehen, sie gelten als Kraftfutter und die junge Knollen enthalten schlecht verdauliche Stärke und können Darmprobleme (Aufgasung und Durchfall) verursachen. Knollen sollten nach dem ersten Frost geerntet und vor dem Verfüttern länger kühl gelagert werden.
Zucchini; CH: Zucchetti 23 23 -
Zuckermais (Kolben) 5 120 Maisblätter sind frisch und getrocknet lecker und gesund (ungespritzt). Maiskolben enthalten sehr viel Stärke und sollten nur selten verfüttert werden.
Unverträgliches Gemüse
Unverträglich meint: diese Futtermittel können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch sind, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen zu verfüttern, Infos dazu finden Sie hier: Lauchpflanzen/Zwiebelgewächse. Infos zur Kohlfütterung sind hier zu finden: Kohl ist nicht gleich Kohl. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, Bohnen sind roh giftig, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten im Rohzustand schlecht verdauliche Stärke, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Radischen sind etwas zu scharf durch die enthaltenen Senfölglykoside, die Blätter dürfen mitverfüttert werden. Rhabarber enthält zu viel Oxalsäure und wird als schwach giftig eingestuft. Zuckerrüben enthalten viel zu viel Zucker und sollten nicht verfüttert werden. Avocado sind absolut unverträglich.
Obst Kalzium
mg/100 g

Phosphor
mg/100 g

Besonderheiten/ Nur kleine Mengen verfüttern - siehe auch: Frischfutter in Form von Gemüse und Obst
Ananas 16 9 Wurde früher beim Fellwechsel eingesetzt, hilft aber wohl nicht, mehr Infos dazu hier: Fellwechsel
Äpfel 7 10 Kerne enthalten Blausäure
Bananen 8 28 Sehr selten in kleinen Mengen geben, können zu Verstopfung führen, sind sehr Zuckerhaltig
Birnen 9 15 Selten geben, sie sind zu süß und können in Verbindung mit Wasser zu Durchfall führen
Cranberries 8/getr. 10 13/getr. 8 Durch die enthaltenen Flavanole, Antioxidantien wirken die Cranberries entzündungshemmend auf Schleimhäute im Maul, Magen, Blase. Sie können auch bei anfälligen Tiere Blasenentzündungen vorbeugen.
Brombeeren 45 30
Erdbeeren 25 25 Blätter können und sollten mit verfüttert werden
Hagebutten 257 258 Frisch oder getrocknet wird die Hülle der Hagebuttenfrucht ohne Kerne (Nüsschen) verfüttert. Hoher Vit C Gehalt (250 mg/100g)
Heidelbeeren 10 13 Blätter und Äste der Pflanze dürfen gegeben werden
Himbeeren 44 30  
Johannisbeeren 46 40 Nur ein bis zwei die Woche, Blätter und Äste der Pflanze dürfen gegeben werden
Kiwi 34 30 Sehr Zuckerhaltig, wurde früher beim Fellwechsel eingesetzt, hilft aber wohl nicht, mehr Infos dazu hier: Fellwechsel
Mandarinen 35 20 Selten geben, die Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an
Melone (Wassermelone) 10 11 Selten geben, nur als Leckerchen da süße Früchte den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen, wirkt durch den hohen Wassergehalt harntreibend
Orangen 40 22 Selten geben, die Fruchsäuren reizen die Haut und säuern den Urin an
Weintrauben rot 4, weiß 19 rot 16, weiß 22 Nur als Leckerchen, ohne Kern, Schale enthält viel Gerbsäure
Zuckermelone 10 18 Selten geben, nur als Leckerchen da süße Früchte den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen
unverträgliches Obst
Unverträglich meint: diese Obstsorten können bei Verzehr größerer Mengen zu Gesundheitsschädigungen führen
Steinobst wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc. enthalten zu viel Zucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser zu starkem Durchfall führen, die Steine enthalten Blausäure und sollten von daher auf keinen Fall gegeben werden. Exotische Früchte wie Papaya, Cherimoya, Curuba, Granatapfel, Guaven, Physalis, Kumquat, Litchi, Mangos, Papaya etc. können bei Verzehr zu schweren Verdauungsstörungen führen und sollten nicht gegeben werden. Manche Avokadosorten sind sogar schwer giftig für Kaninchen und alle Avocadosorten führen in unreifem Zustand zu Durchfall.
Grünfutter=
Kräuter, Blätter, Blüten
Kalzium, Frisch-getrocknet
mg/100 g
Phosphor, Frisch-getrocknet
mg/100 g
Wenn nicht anders angegeben, darf Grünfutter frisch und getrocknet verfüttert werden. Grünfutter ist allerdings vor allem im getrocknetem Zustand stark Kalziumhaltig und sollte getrocknet nur in kleinen Mengen zugefüttert werden
Acker-Hornkraut -
Bambus Nur echter Bambus (Gartenbambus) darf verfüttert werden. Sogenannter Glücksbambus ist kein echter Bambus, sondern eine giftige Yuccaart = kein Futtermittel!
Basilikum 86/369 490/2113 Wirkt krampflösend, appetitanregend und beruhigend. Safrol/Estragol = keine Panik, der Anteil ist winzig und unbedeutend!*
Bärenklau Nicht an hellhäutige Tiere verfüttern.
Beifuß, gewöhnlicher frisch 150 frisch 50 hohen Thujongehalt, selten geben
Beinwell kA kA Hoher Proteingehalt, wird lieber getrocknet gefressen
Bohnenkraut 272 24 Gemeint ist nicht das Kraut der Bohnenpflanze, sondern eine spezielle, krautige Pflanze!
Borretsch 93 53 Auch Gurkenkraut - wirkt bei massivem Verzehr Leberschädigend, ist aber ein gutes Beifutter
Breitwegerich kA kA Wirkt entzündungshemmend, lindert Verdauungsbeschwerden
Brennnessel getrocknet 1078 getrocknet 647 Besser getrocknet verfüttern - junge Triebe können vorsichtig frisch gereicht werden, wirkt harntreibend
Brombeerblätter kA kA Stark Gerbsäurehaltig, mit Stacheln nur getrocknet verfüttern oder Stacheln entfernen.
Brunnenkresse 230 79 Enthält atemwegsreizende Senfölglykoside, nur in kleinen Mengen anbieten, wirkt leicht appetitanregend, stoffwechselfördernd und harntreibend.
Dill / Gurkendill 230/1343 85/496 Enthält viele Vitamine, wirkt Appetitanregend, behebt Magenverstimmungen und ist krampflösend.
Echinacea, Sonnenhut kA kA Stärkt angeblich die Abwehrkräfte.
Gänseblümchen kA kA
Gartenmelde 100/1090 35/381


Gemüse-Gänsedistel kA kA Weitere Namen sind Kohl-Gänsedistel oder Gewöhnliche Gänsedistel.
Giersch frisch 230 88 "Gewöhnlicher Giersch" schmeckt ein wenig nach Petersilie. Vorsicht giftiger Doppelgänger: Taumel-Kälberkropf , Unterscheidungsmerkmal: Stängel rot gefleckt und borstig.
Golliwoog 180 kA Eine Zierpflanze die sich als Tierfutter zu eignen scheint.
Gras frisch 80 72 Die Tiere langsam an frisches Gras gewöhnen, dann darf es bedenkenlos immer angeboten werden. Lesen Sie hierzu auch die Kleine Graserei.
Grünes Getreide kA kA Die grünen Halme ohne Ähren verschiedener Getreidesorten wie Hafer, Weizen, Gerste, Roggen, Hirse eignen sich ebenfalls als Grünfutter frisch und getrocknet.
Haselnussblätter kA kA
Hibiskus kA kA Blätter und Blüten dürfen frisch und getrocknet angeboten werden.
Hirtentäschelkraut kA kA Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt wehenfördernd.
Huflattich 320 51 Wirkt entzündungshemmend, kann in großen Mengen zu Leberschäden führen.
Johannisbeerblätter kA kA  
Kamille kA kA Wirkt positiv bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen - auch als Tee
Kerbel 400/1819 50/227 Als Futterpflanze geeignet sind der Wiesen-Kerbel und der Gartenkerbel
Klee kA kA Gelbklee, Weißklee und Rotklee werden in geringen Mengen gut vertragen. Sie enthalten alllerdings zur Blütezeit eine geringe Menge cyanogene Glycoside (daraus wird Blausäure abgespalten). Grade junger Klee wirkt in großen Mengen stark Aufgasend und bei übermäßigem Verzehr kann es zu Durchfall kommen.
Kornblumen kA kA Die ganze Pflanze, inklusive Blüte, darf verfüttert werden.
Liebstöckel; Maggikraut kA kA Wirksam bei Nieren- und Magenleiden, wirkt Abtreibend, nicht an schwangere Tiere verfüttern
Löwenzahn mit Wurzel und Kraut 170/1164 70/479 Wirkt harntreibend, kann den Urin rötlich verfärben.
Luzerne; Alfala 450/950
62/250
Durch den hohen Eiweißanteil bindet Luzerne Kalzium im Körper. Frische Luzerne ist eine hochwertige Futterpflanze, getrocknet sollte Luzerne nur in kleinen Mengen angeboten werden.
Majoran 350/2000 50/300 Die Blüten enthalten bis zu 4% ätherische Öle.
Malve wilde frisch 200 95 Quirlmalven sind ebenfalls gute Futterpflanzen.
Melde  
Melisse (Zitronenmelisse) 150/1056 50/352  
Oregano 264/1576 34/200 Wirkt bei Darmbeschwerden, hilft angeblich bei Kokzidiose, ist ein natürliches AB
Petersilie 250/1847 130/960 Nicht an schwangere Tiere verfüttern, wirkt wehenfördernd!
Pfefferminzblätter Frisch 150 Frisch 50 Wirkt entkrampfend (hilfreich zu Unterstützung bei Magen/Darmbeschwerden), wirkt durchblutungsfördernd und regt die Gallensekretion an.
Ringelblumen kA kA Die ganze Pflanze, inklusive Blüte, darf verfüttert werden.
Rosenblätter kA kA Die stachellosen Blätter und Blüten von Rosen aus dem eigenen Garten können gern als Leckerchen angeboten werden - auf keinen Fall allerdings im Laden gekaufte Rosen, egal ob Bio oder konventionell hergestellt!
Rosmarin 221/1280 12/70 Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen und Gerbstoffen nur selten in kleinen Mengen anbieten.
(Wiesen) Sauerampfer 50/609 70/852 stark Oxalsäurehaltig
Schafgarbe kA kA Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmal: die Giftpflanzen riechen unangenehm, Schafgarbe riecht aromatisch.
Sonnenblumenblüten kA kA Nur die Pflanze und Blütenblätter, wenige Kerne (siehe auch: Kaninchenernährung)
Spitzwegerich kA kA Wirkt entzündungshemmend, lindernd Verdauungsbeschwerden, hilft als Tee bei Erkältungskrankheiten, ausschwemmend bei Nieren und Blasenproblemen.
Thymian 300/1800 35/200 Es gibt eine große Anzahl verschiedener Thymiansorten. Gut verträglich ist vor allem der Thymus vulgaris. Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen sollte Tymian nur in kleinen Mengen gegeben werden.
Vogelmiere 80 54 Vorsicht giftiger Doppelgänger: Acker-Gauchheil, wird auch als rot oder blau blühende Vogelmiere bezeichnet, ist aber unverträglich.
Wiesenbärenklau 320 125 Vorsicht giftiger Doppelgänger: Wird häufiger mit dem giftigen Riesenbärenklau und dem Hecken-Kälberkropf verwechselt! An helle Tiere nur selten verfüttern! Stacheln der älteren Pflanzen können zu Reizungen führen.
Kleine Wiesenknopf kA kA Angeblich hoher Vitamin C Gehalt
Wiesensalbei 270 15 Dieser ist besser verträglich als Küchensalbei
Wilde Möhre kA kA Die ganze Pflanze mit Wurzel kann verfüttert werden. Vorsicht giftiger Doppelgänger: die grünen Blätter von GefleckterSchierling und Rainfarn sind unverträglich, ähneln aber den Blättern der Schafgarbe. Unterscheidungsmerkmale der Pflanzen sind hier zu finden: Schierling und andere Doldenblütler
Giftiges
Die hier aufgezählten Pflanzen sind schwach bis stark giftig. Teilweise können die Tiere sie in geringen Mengen fressen, ohne Probleme zu bekommen, andere Pflanzen hingegen sorgen für starke Vergiftungen. Genauere Angaben zu den einzelnen Pflanzen bekommen Sie hier:
Giftpflanzendatenbank
Agave, Aloe Vera (unbehandelt), Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Gartenwicken, Geranien, Ginster, Goldregen, Glücksbambus, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Riesenbärenklau, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm (Ackerschachtelhalm, Sumpfschachtelhalm), Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.
Zweige

Besonderheiten
Die Blätter und Blüten dürfen mitverfüttert werden

AhornOhne Knospen und Blüten - nur kleine Mengen verfüttern.
ApfelbaumKann in großen Mengen gegeben werden
Birkedie Blätter wirken stark harntreibend, enthält viel Gerbsäure
BirnenbaumKann in großen Mengen gegeben werden
BucheBuchenblätter sind stark Oxalsäurehaltig, nur in kleinen Mengen geben
ErleNur kleine Mengen geben
EscheNicht alle Eschenarten sind geeignet, die Früche/Beeren und Knospen dürfen nicht verfüttert werden.
FichteWegen dem hohen Anteil an ätherischen Ölen nur wenig geben. Anderer Name: Rottanne.
HainbucheHoher Gerbsäureanteil, Pilzanfällig = vor dem Verfüttern auf Pilzbefall untersuchen und nicht zu häufig anbieten.
HaselnussstrauchKann in großen Mengen gegeben werden
HeidelbeerbuschKann in großen Mengen gegeben werden
JohannisbeerbuschKann in großen Mengen gegeben werden
KieferKleine Mengen - hoher Anteil an ätherischen Ölen
Kirschesiehe Hinweis unten
LindeDie Blätter wirken stark harntreibend - kleine Mengen geben
PappelNur kleine Mengen geben
Pflaumesiehe Hinweis unten
QuitteRelativ hoher Gerbstoffanteil in den Ästen, die Früchte sind unverträglich
TanneNur echte Tannen wie z. B. Weißtanne, Edeltanne, Prachttanne Nordmanntanne sind verträglich. Wegen des hohen Anteils an ätherischen Ölen nur wenig geben. Weihnachtsbäume sind oft gespritzt und giftig! Giftig sind außerdem Thuja, Zypressen und Eibe.
UlmeDie Früchte können den Darmtrakt reizen, die Äste und Blätter sind gut verträglich.
WeidenEnhält sehr viel Gerbsäure - kleine Mengen geben
Eher unverträgliche ZweigeDie Blätter, Rinden und vor allem die Kerne von Steinobst wie Kirsche, Pflaume, Pfirsich etc. enthalten Amygdalin, das durch enzymatische Aufspaltung zu Blausäure zerfällt. Blätter und Zweige dieser Bäume sollten nicht als Alleinfutter angeboten werden, Kerne dürfen nicht verfüttert werden. Thuja, Zypressen und Eibe sind giftig. Kastanien enthalten verschiedene darmreizende Wirstoffe. Eichen enthalten einen extrem hohen Anteil an Tanninen und sind somit giftig (Kastanien und Eicheln sind unverträglich).

"kA" = = keine Angabe. Werte liegen uns nicht vor. Das bedeutet nicht, dass kein Kalzium oder Phosphor vorhanden ist!

Infos zu den als schädlich angegebenen Inhaltsstoffen

OxalsäureOxalsäure ist eine weit verbreitete, wasserlösliche, organische Pflanzensäure. Oxalsäure reagiert im Körper mit Kalzium, es stört den Kalziumstoffwechsel. Die lebensnotwendigen Ca-Ionen werden in From von unlöslichem Kalziumoxalat ausgefällt. Das Kalzium kann seine Funktion im Körper nicht mehr erfüllen. Das Kalziumoxalat ist Hauptbestandteil von Nierensteinen, es verstopft als Blasenschlamm die Harnwege. Eine hohe Konzentration an Oxalatsäure im Futter kann also zu Nierenerkrankungen, Blasensteinen und Kalziumstoffwechselstörungen führen. Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt können an gesunde Tiere durchaus in geringen Mengen verfüttert werden. Von einer dauerhaften Fütterung ist abzuraten. Tiere mit Nierenschädigung sollten auf diese Lebensmittel verzichten.
SolaninSolanin ist ein schwerlösliches, toxisches Alkaloid einiger Nachtschattengewächse (Solanaceae)(es ist z.B. in den grünen Stellen von Kartoffelknollen und Tomaten zu finden). Folgen von zu hoher Solaninkonzentration im Futter sind unter Anderem: Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Nierenreizungen, bzw. Entzündungen, Durchfall, und in schlimmen Fällen eine Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems.Grüne Stellen bei Kartoffeln sowie die Keime sind zu entfernen. Kartoffeln sollten aber ohnehin aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes nur sehr sehr selten auf dem Speiseplan stehen. Grüne Tomaten, sowie grüne Stellen an den Tomaten und die Pflanzen dürfen nicht verfüttert werden, rote ausgereifte Tomaten gelten als unbedenklich.
NitratNitrat ist eine Verbindung aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrates zum Aufbau von Eiweiß. Nitrat selber ist nicht giftig, es ist aber die Vorstufe des gesundheitsschädigenden Nitrits. Im Körper wird das Nitrat von Mikroorganismen zu Nitrit reduziert. Nitrit ist giftig. Zeichen einer Nitritvergiftung sind: Speicheln, Durchfall, Muskelzittern, Schwäche, Taumeln, Zyanose. In geringen Mengen ist ein Verzehr Nitrathaltiger Nahrungsmittel unbedenklich. Jedoch sollten stark belastete Lebensmittel wie z.B. Spinat, StielmangoldKopfsalat, Endivie, Eissalat, Feldsalat, Spinat, Stielmangold, Rote Beete etc. nicht als Hauptfutter eingesetzt werden. Hin und wieder ein Salatblatt ist bei einer abwechslungsreichen Fütterung unbedenklich.
Blausäure
(Cyanwasserstoff)
Blausäure ist eine nahezu farblose, brennbare, flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit, die nach Bittermandeln riecht. In reiner Form ist es extrem giftig, in Pflanzen ist es meist nur in sehr geringen Mengen enthalten. Durch die massive Einnahme von Blausäure, bzw Cyaniden die im Körper zu Blausäure aufgespalten werden, kommt es zu einer Blockade der Zellen (grob vereinfacht), sie können keinen Sauerstoff mehr aufnehmen und die Zellen sterben ab. Als Folge einer solchen Vergiftung kommt zu Krämpfen, meist zuerst zu Bauchkrämpfen, Durchfall und im weiteren Verlauf zu Atemnot und schlimmstenfalls zum Tod. Normalerweise ist ein wenig Blausäure im Futter kein Problem für die Tiere. Man geht sogar davon aus, dass Tiere, die hin und wieder cyanid-/blausäurehaltige Rinden aufnehmen weniger Parasiten im Darm haben. Um eine starke Vergiftung herbei zu führen, müssen die Tiere unnatürlich viel Blausäure aufnehmen, dass geht eigentlich nur mit hochgiftigen Pflanzen oder bei einer sehr einseitigen Fütterung. Blausäure ist in den Steinen von Steinobst (Pfirsich, Nektarine, Pflaume) vorhanden, angeblich auch in geringer Menge in den Blättern und Rinden der Pflanzen, ist der Stein zerbrochen, findet sich Blausäure auch in der Frucht. Auch in den Kernen von Kernobst ist Blausäure vorhanden (aber pro kg Tiergewicht müsste etwa eine handvoll Kerne gefressen werden, um eine Wirkung zu erzielen).

Info / Anhang

Anmerkung: Wir gehen in dieser Liste absichtlich nicht auf Warnungen bezüglich stark gespritzer Futtermittel ein. Sicher sind einige Gemüse oder Obstsorten teilweise stark belastet, aber diese Belastungen sind schwankend und z.B. im Biogemüse kaum zu finden. Teilweise sind Warnungen auf Produkte einzelner Länder beschränkt. Wir müssten hier ständig umstellen, wenn wir jeden aktuellen Warnhinweis einarbeiten würden. Grundsätzliche Warnungen wie: "Gurken sind immer stark gespritzt und sollten nicht gegeben werden" lehnen wir als zu ungenau und meist auch falsch völlig ab.

Ebenso gibt es hier keine Warnungen, wenn ein Lebensmittel einen gerade neu entdeckten krebserregenden oder sonstwie krank machenden Stoff enthält, denn solche Berichte sind oft das Produkt purer Panikmache und von den Medien aufgepuscht und dadurch darf man sich wirklich nicht verunsichern lassen. Zwar werden immer wieder in einzelnen Lebensmitteln schädliche Stoffe entdeckt, aber für gewöhnlich in so minimalen Mengen, dass es lächerlich wäre, sie alle hier als gefährlich aufzulisten - es bliebe für die Tiere nichts mehr zu fressen übrig, wenn wir das konsequent durchziehen würden. Beispiel: der ausgesprochen gesunde Fenchel wird seit einigen Jahren als gefährlich eingestuft, weil er eine geringe Menge Safrol enthält. Im Fenchel ist der Anteil an Safrol so gering, dass er medizinisch nicht von Bedeutung ist. Krebserregend wirkt Safrol nur in größeren Mengen (wie z.B. in der Muskatnuß - durch das Muskatnuß Öl wurde Safrol als Droge und Krebserregend bekannt). Wie immer, wenn dann solche "neuen" Erkenntnisse im Internet verbreitet werden, stürzten sich Halter drauf und verteufelten fortan alles was Safrol enthält, egal, wie gesund es auch sein mag.;)

Da diese Frage häufig kommt, finden Sie hier die Antwort auf die Frage:
Woher kommen unsere Futterlisten?